Santa Fiora Brown ist ein toskanischer fossilführender Kalksandstein aus dem Eozän, abgebaut bei Santafiora und Manciano in der Provinz Grosseto, mit warmer beige-brauner Grundfarbe und dezent sichtbaren Austernschalen-Fossilien. Klassischer mediterraner Wand- und Bodenstein für Fassadenverkleidungen, Innenflächen, Fensterbänke und gestaltete Architekturanwendungen in toskanischer Tradition.
Genauer ein fossilführender Kalksandstein (Kalksandstein mit Austernschalen aus dem Eozän), im Handel als Sandstein geführt.
Andere Handelsnamen: Arenaria con Ostree, Pietra Fiora, Pietra de Manciano, Pietra di Santafiora, Santafiora, Santafiora Ostrea
Über Santa Fiora Brown
Santa Fiora Brown ist die warm-braune Sortierung der klassischen toskanischen Santa-Fiora-Familie — eines der traditionsreichsten Kalksandsteine Mittelitaliens. Charakteristisch ist ein gleichmäßig feinkörniges Plattenbild in warmen beige- bis bronzebraunen Tönen, oft mit dezent sichtbaren Austernschalen-Fossilien (italienisch „Ostrea"), die dem Stein seinen technischen Beinamen Santafiora Ostrea gegeben haben. Im internationalen Steinhandel läuft das Material auch unter Santafiora, Santafiora Ostrea, Pietra de Manciano und Arenaria con Ostree. Bei ROSSITTIS führen wir Santa Fiora Brown für Fassadenverkleidungen, Innenwandflächen, Bodenfliesen, Fensterbänke, Sockelausbildungen, Pool-Umrandungen unter Dach, Brunneneinfassungen, Reliefs und projektbezogene Sonderanfertigungen mit klassisch toskanischem Architekturanspruch.
Geologisch ist Santa Fiora Brown ein fossilführender Kalksandstein aus dem frühen Tertiär (Eozän, etwa 56–34 Millionen Jahre alt), abgebaut in zwei benachbarten Steinbrüchen der Provinz Grosseto: dem Hauptsteinbruch bei Santafiora (DNSA-Nummer 3587, Variante mit charakteristischen Austernschalen) und dem nahen Manciano (DNSA-Nummer 1915, Variante als plain Pietra de Manciano ohne Fossilgehalt). Beide gehören zur selben sedimentären Formation der toskanischen Eozän-Sandsteine, klassifiziert nach der Internationalen Naturstein-Kartei (INSK) unter 92.10. Die warm-braunen Töne entstehen durch Eisenoxid-Imprägnationen in der ursprünglich kalkhaltigen Sandstein-Matrix; je nach Block können die Farbtöne zwischen sanftem Hellbraun, kräftigem Bronzebraun und gelegentlich grünlich-grauen Akzenten variieren. Santa Fiora ist seit Jahrhunderten ein zentraler Werkstein der südlichen Toskana und wird in der lokalen Architektur — Fassaden, Sockel, Profile, Reliefs, Brunnen — bis heute regelmäßig eingesetzt.
Die technischen Werte aus DNSA dokumentieren das Materialverhalten klar: Druckfestigkeit 84–94 MPa, im frostbelasteten Zustand 72,5–81,6 MPa, Abriebfestigkeit 19,2–20,5 cm³/50cm², Wasseraufnahme 2,20 Prozent. Die Wasseraufnahme von 2,20 Prozent ist deutlich höher als bei Quarz-Sandsteinen oder Hartgesteinen — der Stein ist offen-porös und benötigt eine zuverlässige Imprägnierung. Trotz der hohen Wasseraufnahme dokumentiert DNSA Frostbeständigkeit, da die Frost-Druckfestigkeit nur moderat unter dem Trockenwert liegt. Sehr wichtig für die Auswahl: Santa Fiora Brown ist säureempfindlich (DNSA: „Das Gestein ist saureempfindlich!") — der Kontakt mit Wein, Zitronensaft, Essig oder kohlensäurehaltigen Getränken hinterlässt Mattflecken. Ebenso wichtig: das Material lässt sich nicht polieren — nur matt-strukturierte Oberflächenbearbeitungen sind möglich. Diese Eigenheit gibt Santa Fiora seinen unverwechselbaren naturhaft-matten Charakter.
Bei ROSSITTIS ist Santa Fiora Brown als Rohplatte, als Bodenfliese, als Tritt- und Setzstufe, als Fensterbank, als Sockelleiste, als Wandverblender, als Fassadenelement und als projektbezogener Zuschnitt verfügbar. Die im Bestand verfügbaren Oberflächenbearbeitungen werden im Block »Oberflächen« weiter unten gelistet. Polierte Oberflächen sind technisch nicht möglich — wer eine spiegelnde Marmor- oder Granit-Optik sucht, sollte ein anderes Material wählen.
Unsere ehrliche Einschätzung: Santa Fiora Brown ist ein klassischer toskanischer Wand- und Fassadenstein mit warmer mediterraner Anmutung — keine Allzweck-Lösung für Hochbeanspruchung, sondern ein gestalteter Naturstein mit hoher Materialhandschrift. Für Restaurierungen in der südlichen Toskana, für mediterrane Neubau-Architektur, für Fassadenverkleidungen mit lokalem Charakter und für gestaltete Innenwand-Akzente ist Santa Fiora eine sehr gute Wahl. Säurekontakt, direkte Streusalzbelastung und stark beanspruchte Außentreppen sollten vermieden werden. Der Stein lebt von Natürlichkeit und matter Anmutung — nicht von Glanz oder maximaler Festigkeit.
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Technische Daten
Richtwerte für die Gesteinssorte aus Hersteller- und Prüfberichten. Naturstein ist ein Naturprodukt — einzelne Chargen und Platten können abweichen. Bei kritischen Anwendungen (z. B. kommerzielle Außenfassade, tragende Bauteile) wird die konkrete Charge üblicherweise projektbezogen geprüft — wir unterstützen gerne bei der Koordination.
Druckfestigkeit
89,0 MPa
Wasseraufnahme
2,20 %
Frostbeständig
Ja
Säurebeständig
Nein
Oberflächen
Santa Fiora Brown ist in verschiedenen Oberflächenbearbeitungen erhältlich. Die Wahl der Oberfläche beeinflusst Optik, Haptik und Pflegeaufwand.
Satiniert
Die Oberfläche wird gebürstet — weichere Minerale werden gezielt entfernt, es entsteht eine subtile Tiefe mit mattem Erscheinungsbild. Charakteristische Sandstein-Anmutung mit warmer, sanft-rauer Haptik. Pflegeintensiver als Hartgesteine, dafür charaktervoll und naturhaft — für Innenflächen und geschützte Außenanwendungen.
Pflege & Verarbeitung
Santa Fiora Brown ist als kalkhaltiger Sandstein säureempfindlich und benötigt entsprechend sorgfältige Pflege. Direkt nach der Verlegung empfehlen wir eine Imprägnierung auf Silan- oder Polysiloxanbasis — sie reduziert die Wasseraufnahme von 2,20 Prozent deutlich, schützt gleichzeitig vor Wasserflecken und vor Eindringen färbender Substanzen wie Wein, Kaffee oder Öl. Die laufende Reinigung erfolgt mit einem pH-neutralen Natursteinreiniger und einem weichen Mikrofasertuch oder Wischmopp; klares Wasser allein reicht für die tägliche Pflege fast immer aus. Vermeiden sollten Sie unbedingt säurehaltige Reiniger (Essig, Zitronensäure, Entkalker), aggressive Allzweckreiniger, scheuernde Pads und harte Bürsten — Säuren ätzen den kalkhaltigen Stein und können sichtbare Mattflecken verursachen. Auf Innenflächen verschüttete Säuren (Wein, Zitronensaft) zeitnah aufnehmen. Im Außenbereich auf direkten Streusalzkontakt verzichten; nach dem Winter Salzrückstände gründlich mit klarem Wasser abspülen. Eine Auffrischung der Imprägnierung empfehlen wir je nach Beanspruchung alle zwei bis drei Jahre — bei stark genutzten Bodenflächen und exponierten Außenflächen häufiger.
Häufige Fragen
Was bedeutet „Santafiora Ostrea"?
„Ostrea" ist die wissenschaftliche Bezeichnung für Austern. Santa Fiora Brown enthält charakteristische Austernschalen-Fossilien aus der Eozän-Zeit (vor etwa 56–34 Millionen Jahren), die im Plattenbild dezent sichtbar sind. DNSA-Nummer 3587 ist der offizielle Eintrag für diese fossilführende Variante. Die nahegelegene Manciano-Variante (DNSA 1915) ist ohne Austerneinschlüsse.
Welche Bezeichnungen führt das Material noch?
Im Markt läuft Santa Fiora Brown unter Santafiora, Santafiora Ostrea, Pietra de Manciano und Arenaria con Ostree. Alle Bezeichnungen verweisen auf dieselbe toskanische Kalksandstein-Familie aus der Provinz Grosseto, mit zwei sehr ähnlichen Hauptsorten (mit und ohne Fossilien).
Kann Santa Fiora Brown poliert werden?
Nein — eine polierte Spiegelglanz-Oberfläche ist mit diesem Material technisch nicht möglich. Lieferbar in matten Oberflächenbearbeitungen — die im Bestand verfügbaren Varianten sind im Block »Oberflächen« gelistet. Wer eine polierte Optik sucht, sollte einen anderen Stein wählen — der Charakter von Santa Fiora liegt in der naturhaften matten Anmutung.
Ist Santa Fiora Brown frostbeständig?
Ja, DNSA dokumentiert Frostbeständigkeit. Die Druckfestigkeit liegt im Trockenzustand bei 84–94 MPa, im frostbelasteten Zustand bei 72,5–81,6 MPa — ein moderater Festigkeitsverlust durch Frost-Tau-Wechsel, der das Material aber als frostbeständig qualifiziert. Trotzdem empfehlen wir bei direkter Bewitterung in stark frostbelasteten Regionen eine projektbezogene Eignungsprüfung und gute Imprägnierung.
Eignet sich Santa Fiora Brown für Küchenarbeitsplatten?
Eingeschränkt. Als säureempfindlicher Kalksandstein hinterlassen Wein, Zitronensaft, Essig und Tomatensauce sichtbare Mattflecken. Mit guter Imprägnierung kann Santa Fiora für gestalterisch akzentuierte Bartheken oder Frühstücksflächen verwendet werden — für klassische Hauptarbeitsplatten mit hoher Säurebelastung sind Hartgesteine wie Granit oder Quarzit besser geeignet.
Wo wird Santa Fiora abgebaut?
Santa Fiora wird in zwei benachbarten Steinbrüchen in der Provinz Grosseto in der südlichen Toskana abgebaut: dem Hauptsteinbruch bei Santafiora (Variante mit Austernschalen, DNSA 3587) und dem nahen Manciano (Variante ohne Fossilien, DNSA 1915). Beide Steinbrüche fördern aus derselben sedimentären Eozän-Formation.
Wie reinige und pflege ich Santa Fiora Brown?
Tägliche Pflege mit pH-neutralem Natursteinreiniger und weichem Mikrofasertuch. Säurehaltige Reiniger (Essig, Zitronensäure, Entkalker) und aggressive Allzweckreiniger unbedingt vermeiden — sie ätzen den kalkhaltigen Stein. Eine Imprägnierung auf Silanbasis nach der Verlegung ist Pflicht, sie reduziert die Wasseraufnahme deutlich. Auffrischung alle zwei bis drei Jahre empfohlen, bei Außenflächen häufiger.