Kalkstein aus Portugal

Im Sortiment unter Marmor geführt.

Alpinina

Alpinina ist ein warm cremig-elfenbeinfarbener portugiesischer Kalkstein – im internationalen Stein­handel als „portugiesischer Marmor" geführt – mit charakteristischem Netzwerk aus rosa-rötlichen Eisen­oxid-Stylolithen. Die Tafel zeigt einen warm-mediterranen Cremeton, durchzogen von einem feinen, fast koralligen Geflecht aus rosa-orangefarbenen und vereinzelt graufeinen Adern, die der Sortierung ihre lebendige, klassisch portugiesische Mediterran-Anmutung geben. Bei ROSSITTIS verarbeiten wir Alpinina zu klassischen Innenböden, Treppen, Wandverkleidungen, Fensterbänken, Bad­ausbauten und mediterran-eleganten Akzent­elementen mit warmer portugiesischer Naturstein-Wirkung.

Petrographisch ein fein­körniger Kalkstein aus dem portugiesischen Maciço Calcário Estremenho (Estremadura-Kalkstein-Massiv, Distrikte Leiria und Santarém, Zentral-Portugal) – kein metamorpher Marmor im engeren geologischen Sinn. Die Sortierung wird im internationalen Stein­handel als „portugiesischer Marmor" geführt. Mineralogisch dominiert Calcit – damit voll säure­empfindlich, polierbar. Charakteristisches gestalterisches Merkmal: ein dichtes Netzwerk aus rosa-rötlichen, manchmal koralligen Eisen­oxid-Stylolithen, die der Sortierung ihre lebendige mediterrane Identität geben.

Kalkstein Portugal 2.696 kg/m³
Verfügbar als: Platten, Fliesen und Boden

Über Alpinina

Hintergrund. Alpinina ist einer der etabliertesten portugiesischen Werksteine und gehört zur klassischen Familie der hellen Estremadura-Plattform­kalksteine, die seit Jahrhunderten in der portugiesischen und mediterranen Architektur verwendet werden – für Bodenbeläge, Wandverkleidungen, Säulen, Brunneneinfassungen und Fassaden­elemente klassischer Renaissance-, Manuelinik- und moderner architektonischer Bauten. Die Sortierung ist im aktuellen portugiesischen Werkstein-Sortiment für Innenausbau und gehobene Architekturprojekte gut etabliert.

Im Bestand

Aktuelle Verfügbarkeit aus unserem Lager.

Technische Daten

Richtwerte für die Gesteinssorte aus Hersteller- und Prüfberichten. Naturstein ist ein Naturprodukt — einzelne Chargen und Platten können abweichen. Bei kritischen Anwendungen (z. B. kommerzielle Außenfassade, tragende Bauteile) wird die konkrete Charge üblicherweise projektbezogen geprüft — wir unterstützen gerne bei der Koordination.

Rohdichte 2.696 kg/m³
Druckfestigkeit 112,8 MPa
Biegezugfestigkeit 17,9 MPa
Wasseraufnahme 0,18 %

Anwendungseignung

Bedingt geeignet

Oberflächen

Alpinina ist in verschiedenen Oberflächenbearbeitungen erhältlich. Die Wahl der Oberfläche beeinflusst Optik, Haptik und Pflegeaufwand.

Poliert

Politur ist die klassischste Veredelung für Marmor und Kalkstein — eine glänzende Oberfläche mit höchstmöglicher Farbintensität und ausgeprägter Tiefenwirkung der Aderung. Je nach mineralischer Zusammensetzung kann die Wirkung stellenweise mattglänzend sein. Säureempfindlich — Wein, Zitrone und Essig hinterlassen Ätzspuren bei längerer Einwirkung.

Pflege & Verarbeitung

Reinigung. Im Alltag genügen warmes Wasser, ein weiches Tuch oder ein sauberer Mopp und ein pH-neutraler Natursteinreiniger. Geeignet sind milde Allzweckreiniger ohne Säure­anteil und milder Spülmittelschaum. Verschüttete Flüssigkeiten zügig aufnehmen – das Material ist säure­empfindlich, jeder Tropfen Essig, Wein, Zitrone, Tomate oder Cola kann auf der polierten Fläche eine Ätz­spur hinterlassen.

Nicht verwenden. Säure­haltige Reiniger jeder Art – Entkalker (Essig, Zitronen­säure, Ameisensäure), Sanitär­reiniger mit Säure­anteil, WC-Reiniger, Felgenreiniger, Backofen-Sprays. Auch verdünnte Säuren ätzen Calcit-Gesteine sofort an und hinterlassen matte Stellen, die nur durch professionelles Nach­polieren behoben werden können. Aggressive Scheuer­schwämme oder schleifende Pasten sind ebenfalls tabu.

Imprägnierung. Empfohlen für alle Anwendungen mit Wasser- oder Verschmutzungs­risiko – Bad, Küche, Eingangsbereich, Außen­flächen. Eine Imprägnierung mit Stein­schutz auf Silan-/Siloxan-Basis schützt vor Fett-, Öl- und Wasser­flecken, kann die Säure­empfindlichkeit aber nicht aufheben. Die Imprägnierung sollte regelmäßig (alle 2 – 5 Jahre je nach Belastung) aufgefrischt werden.

Küche und Bad. Im Bad einsatzbar als Wand- und Boden­fliese, Waschtisch und Dusche – mit fachgerechter Abdichtung und Imprägnierung. Achtung: Anti-Kalk-Sprays und Bad­reiniger mit Säure­anteil unbedingt vermeiden, weil sie die Calcit-Oberfläche sofort matt ätzen. In der Küche als Arbeitsplatte nur eingeschränkt empfehlenswert – Wein, Essig, Zitrone und Tomatensaft hinterlassen auf polierten Flächen sofort sichtbare Ätz­spuren. Für die warm-mediterrane Optik in der Küche empfehlen wir eine mattere Oberflächenbearbeitung mit Premium-Imprägnierung – Ätz­spuren bleiben auf solchen Veredelungen optisch deutlich weniger sichtbar.

Boden und Treppe. Klassische Anwendung. Mit einer Druckfestigkeit von 112,8 MPa und einer Biegefestigkeit von 17,9 MPa ist Alpinina im stabilsten Bereich der portugiesischen Plattform­kalksteine und für stark beanspruchte Eingangsbereiche und gewerbliche Boden­flächen statisch voll geeignet. Die Abriebgruppe 1,9 cm³/50 cm² ist für Kalkstein­verhältnisse sehr gut. Für Treppen mit Außen-Wasserkontakt sollte eine rutschhemmende Sonderbearbeitung mit zertifizierter Rutschhemmung gewählt werden.

Außen. Eingeschränkt geeignet. Mit einer matteren bzw. rutschhemmend strukturierten Oberflächenbearbeitung und sorgfältiger Verlegung mit guter Entwässerung kann Alpinina außen eingesetzt werden – wir empfehlen aber die Anwendung unter Vordach oder Loggia. Eine polierte Außen­anwendung verliert in mitteleuropäischem Klima durch Niederschlag und Frost-Tau-Wechsel binnen weniger Jahre ihren Glanz. Frost­beständigkeit ist nicht offiziell dokumentiert – wir empfehlen bei direkter Witterungsexposition eine Probe-Verlegung im Erst­winter zur Verifikation der Material­charge.

Kratzer und Reparatur. Bei matten Stellen, Ätz­spuren oder leichten Kratzern auf der polierten Fläche kann ein spezialisierter Stein­metz- oder Fugen­technik-Betrieb die Tafel mit Diamant­pasten örtlich nachpolieren. Tiefere mechanische Beschädigungen lassen sich teilweise mit eingefärbten Calcit-basierten Reparatur­mörteln kaschieren.

Häufige Fragen

Was ist Alpinina für ein Material?

Petrographisch ein fein­körniger Kalkstein aus dem portugiesischen Maciço Calcário Estremenho (Estremadura-Kalkstein-Massiv, Distrikte Leiria und Santarém, Zentral-Portugal) – ein sediment­äres Karbonat­gestein, das sich im flachen tropischen Schelfmeer der iberischen Plattform abgelagert hat. Im internationalen Stein­handel wird Alpinina als „portugiesischer Marmor" geführt – das ist eine kommerzielle Klassifikation für alle polier­fähigen Karbonat­gesteine, kein geologischer Marmor-Begriff.

Was ist das gestalterisch prägende Merkmal von Alpinina?

Das charakteristische Netzwerk aus rosa-rötlichen, manchmal koralligen Eisen­oxid-Stylolithen über dem cremig-elfenbeinfarbenen Grundton. Die feinen Aderverläufe entstehen an natürlichen Bruchgrenzen, an denen eisenoxidhaltige Fluide während der Diagenese eingedrungen sind – das ist das Identifikations­merkmal dieser Sortierung und unterscheidet Alpinina deutlich von ruhig-homogenen Beige-Sortierungen wie Crema Marfil oder Cleopatra Creme.

Welche technischen Werte hat Alpinina?

Rohdichte 2.696 kg/m³, Druckfestigkeit 112,8 MPa, Biegefestigkeit 17,9 MPa, Wasseraufnahme 0,18 %, Abriebgruppe 1,9 cm³/50 cm². Damit liegt Alpinina im stabilsten Bereich der portugiesischen Plattform­kalksteine. Mohs-Härte etwa 3 – 4. Säure­empfindlich (calcitisch). Frost­beständigkeit nicht offiziell dokumentiert.

Ist Alpinina für Küchen­arbeitsplatten geeignet?

Eingeschränkt. Wein, Essig, Zitrone, Tomatensaft und Cola hinterlassen auf polierten Flächen sofort sichtbare Ätz­spuren. Wer die warm-mediterrane Optik mit der charakteristischen rosa-rötlichen Aderung in der Küche wünscht, sollte eine mattere Oberflächenbearbeitung mit Premium-Imprägnierung wählen – Ätz­spuren bleiben auf solchen Veredelungen optisch deutlich weniger sichtbar. Für eine säure­feste Küchen­arbeitsplatte mit ähnlicher Optik empfehlen wir den Wechsel zu einem Quarzit oder einer Sinterkeramik.

Ist Alpinina für stark beanspruchte Innenböden geeignet?

Ja, sehr gut. Mit einer Druckfestigkeit von 112,8 MPa, einer Biegefestigkeit von 17,9 MPa und einer Abriebgruppe von 1,9 cm³/50 cm² liegt Alpinina im stabilsten Bereich der portugiesischen Plattform­kalksteine und ist für Hotel­lobbys, Treppen­häuser und gewerbliche Boden­flächen statisch voll geeignet. Für stark begangene Bereiche empfehlen wir eine mattere Oberflächenbearbeitung mit Premium-Imprägnierung; die jeweils im Bestand verfügbaren Varianten sind im Block »Oberflächen« gelistet.

Ist Alpinina für Außen­flächen geeignet?

Eingeschränkt. Mit einer matteren bzw. rutschhemmend strukturierten Oberflächenbearbeitung und sorgfältiger Verlegung mit guter Entwässerung kann Alpinina außen eingesetzt werden – wir empfehlen aber die Anwendung unter Vordach oder Loggia. Eine polierte Außen­anwendung verliert in mitteleuropäischem Klima durch Niederschlag und Frost-Tau-Wechsel binnen weniger Jahre ihren Glanz. Frost­beständigkeit ist nicht offiziell dokumentiert.

Welche Reiniger darf ich verwenden?

Erlaubt sind warmes Wasser, alle pH-neutralen Stein- und Allzweck­reiniger und milder Spülmittel­schaum. Tabu sind alle säure­haltigen Reiniger – Entkalker, Anti-Kalk-Sprays mit Säure­anteil, WC-Reiniger, Felgenreiniger, Backofen-Sprays. Auch verdünnter Essig oder Zitronen­saft hinterlässt sofort matte Ätz­stellen, die nur durch professionelles Nach­polieren behoben werden können.

Alpinina oder Moleanos?

Beide sind portugiesische Plattform­kalksteine aus dem Maciço Calcário Estremenho mit identischem Pflege­profil. Alpinina (warmer Cremeton mit charakteristischem rosa-rötlichem Stylolith-Netzwerk) wirkt lebhafter und gestalterisch markanter; Moleanos (heller Cremeton mit feinerer, ruhigerer Zeichnung) ist neutraler und planbarer. Die Wahl ist eine Stilentscheidung zwischen lebendiger mediterran-warmer Wirkung mit prägender Aderung (Alpinina) und ruhiger eleganter Werkstein-Wirkung (Moleanos).

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