Reinigung. Im Alltag genügen warmes Wasser, ein weiches Tuch oder ein sauberer Mopp und ein neutraler bis leicht alkalischer pH-Steinreiniger. Geeignet sind seifige Marmorpfleger und milde Allzweckreiniger ohne Säure. Verschüttete saure Flüssigkeiten – Wein, Zitrussaft, Essig, Cola, Tomate – sofort aufnehmen, weil sie auf Calcit-Marmor matte Ätzflecken hinterlassen, die nur durch Nachpolieren entfernbar sind. Auf der hellweißen Fläche sind solche Veränderungen optisch besonders auffällig, vor allem im Kontrast zu den dunklen Adern.
Nicht verwenden. Essig- und Zitronensäure, Kalk- und Sanitärreiniger, Anti-Kalk-Sprays, Entkalker, WC-Reiniger, Beton- und Rostentferner, hochkonzentrierte Allzweckreiniger und chlorhaltige Bleichmittel sind tabu. Auf weißem Marmor mit kontrastreichen Adern sind Säureschäden besonders deutlich sichtbar. Scheuernde Pads zerkratzen die polierte Fläche.
Imprägnierung. Eine Imprägnierung auf Silan-Polysiloxan-Basis ist auf allen Anwendungen Pflicht. Sie schützt die Oberfläche gegen Fett-, Öl- und Wasserflecken. Wir empfehlen die Erstimprägnierung direkt nach der Verlegung und eine Auffrischung alle zwei bis drei Jahre, in stark beanspruchten Bereichen jährlich.
Küche. Auf Küchenarbeitsplatten ist Arabescato Cervaiole nur eingeschränkt einsetzbar. Säurehaltige Lebensmittel hinterlassen ohne Schutz matte Stellen. Für die eigentliche Küchenarbeitsfläche mit täglicher Säureeinwirkung empfehlen wir säurefestere Alternativen. Wer den exklusiven Marmorcharakter unbedingt will, sollte die Tafel als Insel- oder Buffet-Akzent nutzen und nicht als reine Arbeitsfläche.
Bad. Im Bad ist Arabescato Cervaiole eine klassische Premium-Wahl – Waschtische, Wandverkleidungen, Wannenumrandungen. Anti-Kalk-Sprays und kalklösende Sanitärreiniger konsequent meiden. Wassertropfen und Seifenreste mit weichem Tuch abwischen.
Boden. Auf Bodenflächen empfehlen wir die geschliffene oder satinierte Variante – die polierte Fläche zeigt Laufstraßen schneller. Für hochbelastete Bodenflächen sind Materialien wie Granit oder Sinterkeramik praktischer.
Außen. Frostbeständigkeit ist gegeben, die Politur unter freier Bewitterung wandelt sich aber langfristig zu einer mattierten Oberfläche. Streusalz im Winter konsequent meiden. Im Innenraum entfaltet das Material seine eigentliche Stärke.
Reparatur. Matte Säureflecken oder Kratzer kann der Steinmetz lokal nachpolieren. Tiefere Beschädigungen lassen sich mit eingefärbtem Marmorspachtel ausspachteln und farbgenau einarbeiten.