Bianco Perlino ist ein cremeweißer italienischer Marmor mit feiner, ruhiger Struktur und warmer Kalksteinwirkung. Bei ROSSITTIS wird er vor allem für Böden, Treppen, Wandverkleidungen und klassische Innenausbauten eingesetzt, wenn ein heller Stein ohne starke Aderung gesucht ist.
Petrographisch ist Bianco Perlino ein Kalkstein, im Natursteinhandel wird er jedoch als italienischer Marmor geführt.
Marmor
Italien
2.700 kg/m³
Verfügbar als: Platten, Sockelleisten, Fliesen und Boden ·
4 von 28 reserviert
Andere Handelsnamen: Antico Bianco, Apricena Biancone, Asiago Bianco, Asiago Perla Marina, Asiago Perlino, Bianco Antico, Bianco Asiago, Biancone, Biancone Perlino, Marmi Bianco Perlino, Pearl White Marble, Perla Bianco, Perlino Bianco
Über Bianco Perlino
Bianco Perlino ist einer dieser hellen italienischen Steine, die nicht über starke Kontraste, sondern über Ruhe funktionieren. Die Farbe liegt zwischen Cremeweiß, Elfenbein und hellem Beige, das Gesamtbild ist fein und geschlossen. Dadurch passt der Stein besonders gut in Innenräume, die freundlich und hochwertig wirken sollen, ohne den Raum optisch zu dominieren.
Geologisch ist Bianco Perlino ein Kalkstein aus Venetien, im Handel wird er jedoch seit langem als Marmor geführt. Genau so wird er auch in der Planung gelesen: als heller italienischer Marmor für klassische und zeitlose Innenräume. Im Vergleich zu Carrara fehlt die graue Aderung, im Vergleich zu Crema Marfil wirkt Bianco Perlino oft etwas kühler und feiner. Das macht ihn interessant für Treppenhäuser, Hotelbäder, Flure und ruhige Wandflächen.
Technisch zeigt der Stein gute Druckwerte von rund 185 MPa bei einer Rohdichte um 2.700 kg/m³. Die Wasseraufnahme liegt bei etwa 0,11 %, die Biegezugfestigkeit bei rund 12,56 MPa. Wichtig ist aber die klare Einschränkung beim Außeneinsatz: Die Frostbeständigkeit ist nicht gegeben, nach Frostbeanspruchung sinkt die Druckfestigkeit auf etwa 128 MPa. Für den Innenbereich ist das unkritisch, für ungeschützte Außenflächen ist Bianco Perlino dagegen keine gute Wahl. Dazu kommt die für kalkhaltige Gesteine typische Säureempfindlichkeit.
Poliert wirkt Bianco Perlino elegant und klassisch, geschliffen deutlich natürlicher und zeitloser. Satinierte oder gebürstete Oberflächen können die warme, ruhige Wirkung zusätzlich betonen. Bei ROSSITTIS ist Bianco Perlino als Rohplatte, in Fliesen, als Tritt- und Setzstufe, Fensterbank, Sockelleiste und für maßgefertigte Innenausbauten bis hin zur Waschtisch- oder Küchenabdeckung verfügbar.
Die ehrliche Einschätzung: Bianco Perlino ist ein sehr guter Innenstein, aber kein universeller Alleskönner. Wer einen hellen Stein für draußen oder für sehr pflegearme Küchen sucht, ist mit Granit oder Quarzit besser beraten. Für ruhige, elegante Innenarchitektur spielt Bianco Perlino seine Stärke dagegen sehr überzeugend aus.
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Technische Daten
Richtwerte für die Gesteinssorte aus Hersteller- und Prüfberichten. Naturstein ist ein Naturprodukt — einzelne Chargen und Platten können abweichen. Bei kritischen Anwendungen (z. B. kommerzielle Außenfassade, tragende Bauteile) wird die konkrete Charge üblicherweise projektbezogen geprüft — wir unterstützen gerne bei der Koordination.
Bianco Perlino ist in verschiedenen Oberflächenbearbeitungen erhältlich. Die Wahl der Oberfläche beeinflusst Optik, Haptik und Pflegeaufwand.
Poliert
Poliert zeigt Bianco Perlino eine elegante, helle Tiefe und wirkt klassisch. Für repräsentative Innenräume ist das die naheliegende Oberfläche.
Geschliffen
Geschliffen erscheint der Stein natürlicher und etwas matter. Gerade auf Böden und Treppen ist das oft die ausgewogenste Lösung.
Satiniert
Satiniert bekommt Bianco Perlino eine weiche, seidige Anmutung. Das passt gut zu modernen, ruhigen Innenkonzepten.
Gebürstet
Gebürstet wird die Oberfläche leicht strukturiert und haptischer. Dadurch wirkt der Stein weniger formal und etwas lebendiger.
Antik
Antik bearbeitet passt Bianco Perlino gut zu mediterranen oder klassischen Innenräumen. Kleine Kantenbrüche und eine weichere Wirkung gehören hier bewusst dazu.
Pflege & Verarbeitung
Bianco Perlino sollte in Innenräumen mit einer geeigneten Naturstein-Imprägnierung geschützt werden, besonders in Bädern, Küchen und Eingangsbereichen. Das erleichtert das spätere Reinigen und Pflegen deutlich.
Für die laufende Reinigung reichen pH-neutrale Natursteinreiniger, klares Wasser und ein weiches Tuch oder ein gut ausgewrungener Wischer. Saure Reiniger, Sanitärreiniger, Entkalker und Essigreiniger sind ungeeignet, weil sie die kalkhaltige Oberfläche angreifen.
Fett, Kaffee, Wein oder farbige Flüssigkeiten sollten nicht lange stehen bleiben. Polierte Flächen reagieren empfindlicher auf Ätzspuren, geschliffene Oberflächen verzeihen im Alltag etwas mehr.
Im Außenbereich sollte Bianco Perlino nicht eingesetzt werden, wenn Frost zu erwarten ist. Seine Stärken liegen klar im gepflegten Innenausbau.
Häufige Fragen
Ist Bianco Perlino für die Küche geeignet?
Für ruhige, gepflegte Küchen ja, sofern Sie die Säureempfindlichkeit akzeptieren. Die Wasseraufnahme von etwa 0,11 % und die Druckfestigkeit von rund 185 MPa sind gut, Zitronensaft oder Essig können aber Ätzspuren verursachen.
Bianco Perlino: poliert oder geschliffen?
Poliert wirkt klassischer und heller, geschliffen natürlicher und im Alltag etwas entspannter. Für stark genutzte Innenflächen ist geschliffen oft die pragmatischere Wahl.
Woher kommt Bianco Perlino?
Bianco Perlino stammt aus Italien, vor allem aus Venetien beziehungsweise dem Raum Asiago und Trento. Im Markt wird er seit langem als italienischer Marmor gehandelt.
Wie pflege ich Bianco Perlino?
Zum Reinigen und Pflegen sollten Sie pH-neutrale Natursteinreiniger verwenden. Saure Reiniger, Kalklöser und scheuernde Mittel sind für diesen Stein ungeeignet.
Ist Bianco Perlino frostbeständig?
Nein. Für Bianco Perlino ist keine Frostbeständigkeit gegeben, weshalb er vor allem im Innenbereich eingesetzt werden sollte.
Bianco Perlino oder Crema Marfil?
Bianco Perlino wirkt feiner, ruhiger und etwas kühler. Crema Marfil ist farblich wärmer und oft etwas wolkiger, beide verlangen aber eine marmor- beziehungsweise kalksteintypische Pflege.