Reinigung. Im Alltag genügen warmes Wasser, ein weiches Tuch oder ein sauberer Mopp und ein neutraler bis leicht alkalischer pH-Reiniger. Geeignet sind seifige Marmor- oder Werkstein-Reiniger und milde Allzweckreiniger ohne Säure. Verschüttete Flüssigkeiten wie Rotwein, Kaffee, Tee, Säfte oder Öl zügig aufnehmen, weil der harzgebundene Marmor punktuell Pigment ziehen kann und auf der hellen Fläche jeder Schatten sichtbar wird.
Nicht verwenden. Kalk- und Sanitärreiniger, Anti-Kalk-Sprays, Essig- und Zitronensäure, Rohrreiniger, WC-Reiniger, Beton- und Rostentferner, hochkonzentrierte Allzweckreiniger und chlorhaltige Bleichmittel sind tabu. Sie greifen sowohl die Marmor-Splitte (Carbonat reagiert mit Säure) als auch das Polyesterharz an und führen zu matten Stellen oder Verfärbungen. Lösungsmittelhaltige Mittel (Aceton, Benzin, Verdünner, Nitroreiniger) ebenfalls vermeiden – sie können das Bindemittel anlösen.
Imprägnierung. Eine klassische Naturstein-Imprägnierung ist nicht zwingend erforderlich – die Polyestermatrix schließt die Tafel weitgehend ab. In Bereichen mit erhöhtem Fleckenrisiko (offene Küche, Waschtisch, Bar) empfehlen wir trotzdem einen leichten, nicht filmbildenden Stein-Imprägnierer auf Silan-Polysiloxan-Basis als zusätzlichen Schutz, vor allem auf der geschliffenen Variante.
Küche. Polierte Flächen vertragen kurze Küchenbelastung, sind aber thermisch nicht belastbar: Untersetzer für heiße Töpfe, Pfannen und Backbleche zwingend; dauerhafte Wärmequellen (Backofen, Spülmaschine) bauseitig fernhalten. Schneidbretter benutzen – das Material ist hart, aber Polyesterharz kann an Messerstrichen mit der Zeit matt werden. Fett- und Säureflecken (Tomate, Zitrone, Wein) sofort abwischen.
Bad. Micro Sivec ist im Bad gut einsetzbar (Waschtisch, Wandverkleidung, Dusche). Säurehaltige Pflegemittel und kalklösende Sprays konsequent meiden, weil sie auf hellen Marmor-Aggregaten sichtbare Schatten hinterlassen. Im Duschbereich Wasserstand zügig abwischen, damit Kalkfilm sich nicht aufbaut, und im Hinblick auf den cremig-warmen Grundton Achtung vor Henna- oder Färbeprodukten.
Außen und Frost. Nicht für den Außenbau geeignet. UV-Strahlung lässt das Harz langfristig vergilben, Frost-Tau-Wechsel können zu Mikro-Fehlstellen führen. Auch in vollsonnigen Wintergärten oder offenen Loggien ist der Werkstoff dauerhaft nicht zu empfehlen.
Kratzer und Reparatur. Oberflächliche Kratzer auf der polierten Variante lassen sich vom Steinmetz nachpolieren, tiefere Beschädigungen mit eingefärbtem Polyesterspachtel ergänzen und farbgenau einarbeiten. Da das Material industriell gemischt ist, sind farbgenaue Reparaturen meist gut möglich.