Himalaya Blue ist ein indischer Migmatit aus den Brüchen rund um Koppal in Karnataka mit warm-rotbraun bis kupfer-burgunderfarbener Grundmasse, durchzogen von dunkelanthrazitfarbenen migmatitischen Schwarzbändern und silbergrauen Quarz-Feldspat-Sprenkeln. International auch als Himalayan Blue Granite, Koppal Blue Granite oder Himalaya Brown Granite geführt — außergewöhnlich hochfest (221,85 MPa Druckfestigkeit), niedrig in der Wasseraufnahme (0,12 %) und voll säure-/frostbeständig — eingesetzt für Küchenarbeitsplatten, Bartheken, Wandverkleidungen, Bodenflächen, Fassaden und repräsentative Innen- und Außenflächen mit warm-eleganter Anmutung.
Petrographisch handelt es sich um einen präkambrischen Migmatit aus dem indischen Schild im Bundesstaat Karnataka (Distrikte Koppal und Bellary). DNSA #3162 dokumentiert das Material als metamorph (Migmatit), nicht als Granit. Im Handel und im Bauwesen seit Jahrzehnten als Granit geführt, da das technische Verhalten dem klassischer Granite entspricht und sogar übertrifft (Druckfestigkeit 221,85 MPa, Wasseraufnahme nur 0,12 %, frost- und säurebeständig). Der Marketingname „Himalaya Blue" ist eine kommerzielle Konvention — der Stein stammt nicht aus dem Himalaya und ist trotz des „Blue"-Namens warm-rotbraun.
Andere Handelsnamen: Granite Himalaya, HIMALAYA, Himalaya Blue Granite, Himalaya Brown Granite, Himalaya Granite, Himalayan Blue Gandhi Granite, In China Stone Market:喜马拉雅蓝(Xǐmǎlāyā Lán), Indian Kinawa Granite, Koppal Blue Granite, Koppal Granite, Kuknur Blue Granite, New Himalayan Blue Granite
Über Himalaya Blue
Himalaya Blue ist einer der bekanntesten und meistverwendeten indischen Hartgesteine im internationalen Naturwerkstein-Markt. Der Stein wird im Steinbruchgebiet rund um die Distrikte Koppal und Bellary im südindischen Bundesstaat Karnataka gewonnen — einer der weltweit wichtigsten indischen Naturwerkstein-Provinzen, die seit Jahrzehnten europäische und nordamerikanische Märkte mit hochwertigen indischen Granit- und Migmatit-Sortierungen versorgt. Der Marketingname „Himalaya Blue" ist eine kommerzielle Bezeichnung, die die warmen rotbraun-grauen Tonalitäten des Steins unter einem assoziationsreichen Marketingnamen vermarktet — der Bezug zum Himalaya-Gebirge ist rein assoziativ; der Stein stammt nicht aus dem Himalaya, sondern aus Südindien (Karnataka). Himalaya Blue zählt seit Jahrzehnten zu den in Deutschland und Mitteleuropa häufig verbauten Standard-Hartgesteinen. Im internationalen Markt wird der Stein unter mehreren parallelen Handelsnamen geführt: Himalaya Blue, Himalayan Blue Granite, Koppal Blue Granite und Himalaya Brown Granite.
Geologisch handelt es sich um einen präkambrischen Migmatit aus dem indischen Schild — ein metamorphes Gestein, das durch teilweise Aufschmelzung von präkambrischem Grundgebirge unter hohem Druck und hoher Temperatur und anschließende Wiederverfestigung entstanden ist. Petrographisch handelt es sich präzise um einen Migmatit (metamorph) — im Steinhandel wird der Stein traditionell als Granit geführt, eine im internationalen Markt etablierte Konvention für hochfeste exotische Hartgesteine. Migmatite zeigen abwechselnd granit-ähnliche und metamorphe Bänderungen — bei Himalaya Blue erscheinen diese als unregelmäßig gewolkte (irregularly clouded) Strukturen mit warm-rotbraunen Hauptbereichen, durchzogen von dunkelgrau-anthrazitfarbenen Biotit-Bändern und subtilen silbrig-grauen Quarz-Feldspat-Sprenkeln. Die warm-rotbraune Tonalität resultiert aus eisenoxid-haltigen Feldspat-Komponenten, die dunkleren Bänder aus biotit- und amphibol-reichen Komponenten.
Visuell prägt Himalaya Blue eine warm-elegante, fließend-migmatitische Materialhandschrift. Die warm-rotbraune bis kupfer-burgunderfarbene Grundmasse wird durch dunkelgrau-anthrazitfarbene migmatitische Bewegungsbänder rhythmisch gegliedert, durchsetzt mit hellen silbrig-grauen Quarz-Feldspat-Sprenkeln und gelegentlichen warmen kupferbraunen Akzenten. Die Strukturierung ist gerichtet — die metamorphe Foliation des Gesteins erzeugt eine gerichtete Bewegung im Plattenbild, die je nach Verlegerichtung als architektonisches Gestaltungselement eingesetzt werden kann. Die Plattenvariation ist moderat — die Gesamtanmutung in jeder Lieferung ist verlässlich, einzelne Platten zeigen Unterschiede in der Bewegungsdichte und der Tonintensität. Die warme Tonalität trotz des „Blue"-Namens macht Himalaya Blue zu einer der traditionsreichsten warmtonigen indischen Sortierungen — der Marketingname „Blue" ist eine kommerzielle Konvention und nicht visuell-deskriptiv.
Technisch zählt Himalaya Blue zu den hochwertigsten indischen Hartgesteinen mit folgenden Kennwerten: Rohdichte 2685 bis 2700 kg/m³, Druckfestigkeit 220,7 bis 223 MPa (außergewöhnlich hoch — granitnah Spitzenwert), Biegezugfestigkeit 17,85 bis 18,70 MPa (außergewöhnlich hoch), Wasseraufnahme von nur 0,03 bis 0,14 % (extrem niedrig). Die hohe Druckfestigkeit gehört zu den höchsten unter den weltweit kommerziell gehandelten indischen Steinen. Der Stein ist frost- und säurebeständig, was ihn uneingeschränkt für sämtliche anspruchsvolle Innen- und Außenanwendungen einschließlich Küchenarbeitsplatten, intensiv begangener Bodenflächen, Pflasterungen und Fassadenverkleidungen qualifiziert. Wie alle migmatit-haltigen Hartgesteine ist Himalaya Blue weitgehend säureresistent gegenüber haushaltsüblichen Säuren wie Zitronensaft, Essig, Wein und Cola — ein zentraler Vorteil gegenüber Marmoren und Kalksteinen.
Im Innenausbau ist Himalaya Blue eine bewährte Wahl für klassisch-warme, mediterran-elegante und zeitgenössische Architekturen mit Wunsch nach warm-eleganter Materialwirkung. Klassische Anwendungen sind Küchenarbeitsplatten in Designküchen, Wandverkleidungen, Bodenflächen in Eingangshallen und Wohnräumen, Treppenstufen, Sockelleisten, Fensterbänke und Bartheken. Die warm-rotbraune Tonalität mit den dunklen Bewegungsbändern harmoniert besonders mit Holzeinbauten in mittel- bis dunkelbraunen Tönen (Eiche, Walnuss, Kirschbaum), mit Messing-, Bronze- und Kupferakzenten, mit warmen Erdtönen in Wandfarben sowie mit klassisch-rustikalen Möbelästhetiken. Aufgrund der außergewöhnlich hohen technischen Werte ist der Stein auch für sehr stark beanspruchte Oberflächen geeignet. Im Außenbereich findet Himalaya Blue Verwendung als Fassadenverkleidung, Sockelplatten, Treppen, Pflasterungen und Pool-Umrandungen — die granittypische Frost- und Säurebeständigkeit und die hervorragende Druckfestigkeit qualifizieren ihn uneingeschränkt für mitteleuropäische Klimaverhältnisse.
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Technische Daten
Richtwerte für die Gesteinssorte aus Hersteller- und Prüfberichten. Naturstein ist ein Naturprodukt — einzelne Chargen und Platten können abweichen. Bei kritischen Anwendungen (z. B. kommerzielle Außenfassade, tragende Bauteile) wird die konkrete Charge üblicherweise projektbezogen geprüft — wir unterstützen gerne bei der Koordination.
Himalaya Blue ist in verschiedenen Oberflächenbearbeitungen erhältlich. Die Wahl der Oberfläche beeinflusst Optik, Haptik und Pflegeaufwand.
Poliert
Politur ist die klassische Veredelung für Himalaya Blue und bringt die Tiefenwirkung der warm-rotbraunen Grundtönung sowie die fließenden anthraziten Bewegungsbänder optimal zur Geltung. Die polierte Oberfläche zeigt eine glatte, leicht spiegelnde Anmutung mit angenehmer Tiefe — Standard für hochwertige Küchenarbeitsplatten, Wandverkleidungen, Tisch- und Konsolenplatten und repräsentative Innenanwendungen.
Geschliffen
Geschliffene Oberflächen zeigen Himalaya Blue matt und gleichmäßig — die warm-rote Tonalität bleibt erhalten, wirkt aber zurückhaltender. Häufige Wahl für moderne, minimalistische Innenarchitekturen.
Geflammt
Beim Flammen wird die Oberfläche mit einer Hochtemperatur-Flamme behandelt, was die quarzhaltigen Anteile aufplatzen lässt und eine raue, griffige Textur erzeugt. Die warm-rote Tonalität wird matter und etwas erdiger — Standardwahl für rutschfeste Außenflächen wie Pflasterungen und Treppen.
Gebuerstet
Bürsten erzeugt eine seidenmatte Oberfläche mit haptisch erlebbarer Texturierung — die unterschiedliche Härte der Quarz-, Feldspat- und Biotit-Komponenten wird taktil spürbar.
Ledrig
Die Leather/Leathered-Oberfläche ist eine speziell mattierte, samtig texturierte Veredelung mit warmer Anmutung — wirkt edel und exklusiv, mildert die Hochglanz-Optik und bewahrt dabei die Tiefe der warm-roten Tönung.
Stockhammer
Stockhammern erzeugt eine grobnoppige Oberfläche mit kräftiger Rutschhemmung — typische Wahl für Außenstufen und Pflasterungen mit hohen Sicherheitsanforderungen.
Sandgestrahlt
Sandstrahlen liefert eine fein-raue, mattierte Oberfläche mit guter Rutschhemmung — Wahl für Außentreppen und barrierearme Außenflächen.
Spaltrau
Die spaltraue Oberfläche zeigt die Bruchstruktur des Steins mit lebendigen Höhenunterschieden — gewählt für Mauerverkleidungen und rustikale Fassadenanwendungen.
Pflege & Verarbeitung
Himalaya Blue ist als indischer Migmatit aus der Granit-Familie ausgesprochen pflegeleicht. Im Innenbereich genügt für die tägliche Reinigung warmes Wasser mit pH-neutralem Steinreinigungsmittel; aggressive Haushaltsreiniger, Zitrussäure-haltige Entkalker und scheuernde Schwämme sind unnötig und sollten gemieden werden. Auf polierten Küchenarbeitsplatten empfiehlt sich nach der Verlegung sowie alle 2 bis 3 Jahre eine Imprägnierung mit einem für warmtonige Hartgesteine geeigneten lösungsmittelbasierten Imprägniermittel, um die Aufnahme von Öl, Fett und intensiv gefärbten Lebensmitteln dauerhaft zu reduzieren. Bei der warm-rotbraunen Tonalität sind helle Pigmentspuren weniger sichtbar als auf rein hellen Steinen — die granittypische Robustheit macht den Stein zu einer pflegeleichten Wahl für intensive Alltagsanwendungen. Verschmutzungen sollten zeitnah aufgenommen werden, idealerweise innerhalb weniger Stunden. Im Außenbereich reicht regelmäßige Reinigung mit klarem Wasser und gelegentlich einer weichen Bürste; bei Grünbelag-Befall in schattigen Lagen können handelsübliche Algen- und Moosreiniger eingesetzt werden. Heiße Töpfe können direkt auf der Arbeitsplatte abgestellt werden — Himalaya Blue ist hitzebeständig. Streusalz im Winter schadet dem Stein nicht und kann verwendet werden.
Häufige Fragen
Warum heißt der Stein „Himalaya Blue", obwohl er warm-rotbraun ist?
Der Marketingname „Himalaya Blue" ist eine kommerzielle Bezeichnung — der Stein stammt nicht aus dem Himalaya-Gebirge, sondern aus dem südindischen Bundesstaat Karnataka (Distrikte Koppal und Bellary). Die Bezeichnung „Blue" ist trotz der tatsächlich warm-rotbraunen Tonalität ein etablierter Marketingname, der die Marketing-Tradition indischer Migmatite bedient — viele indische Hartgesteine werden unter assoziationsreichen Marketingnamen vermarktet, die nicht visuell-deskriptiv sind. Der parallel verwendete Name „Himalaya Brown Granite" ist visuell präziser. Beide Bezeichnungen — Himalaya Blue und Himalaya Brown — bezeichnen denselben Migmatit aus Karnataka.
Ist Himalaya Blue ein echter Granit?
Im Handel und im Bauwesen wird Himalaya Blue seit Jahrzehnten als Granit geführt, was die etablierte deutsche und internationale Konvention ist. Petrographisch korrekt handelt es sich um einen Migmatit (DNSA #3162) — ein metamorphes Gestein, das durch teilweise Aufschmelzung von präkambrischem Grundgebirge entstanden ist. Migmatite verhalten sich technisch wie Granite (hohe Druckfestigkeit, niedrige Wasseraufnahme, frost- und säurebeständig) und werden im Bauwesen entsprechend behandelt.
Eignet sich Himalaya Blue für Küchenarbeitsplatten?
Hervorragend. Die granittypischen Eigenschaften — Säurebeständigkeit gegenüber Zitronensaft, Essig und Wein, außergewöhnlich hohe Druckfestigkeit (221,85 MPa, granitnah-Spitzenwert), niedrige Wasseraufnahme (nur 0,12 %) und Hitzebeständigkeit — qualifizieren Himalaya Blue uneingeschränkt für intensiv beanspruchte Küchenarbeitsplatten. Die warm-rotbraune Optik harmoniert mit zahlreichen Küchenkonzepten — von rustikalen Vollholzkonzepten in Eichen- oder Walnussholz bis zu klassisch-eleganten Designküchen. Eine Imprägnierung nach der Verlegung sowie alle 2 bis 3 Jahre wird empfohlen, ist aber für die Funktion nicht zwingend.
Eignet sich Himalaya Blue für den Außenbereich?
Hervorragend. Die DNSA-bestätigte Frost- und Säurebeständigkeit, kombiniert mit der hervorragenden Druckfestigkeit (221,85 MPa) und der außergewöhnlich niedrigen Wasseraufnahme (nur 0,12 %), qualifiziert Himalaya Blue uneingeschränkt für anspruchsvolle Außenanwendungen in mitteleuropäischen Klimaverhältnissen. Eingesetzt wird er für Fassadenverkleidungen, Sockelplatten, Treppen, Pflasterungen, Pool-Umrandungen und Eingangsbereiche. Bei begehbaren Außenflächen ist die Wahl einer rutschhemmenden Oberfläche (geflammt, sandgestrahlt) zu empfehlen.
Was ist der Unterschied zwischen Himalaya Blue und Himalaya Brown?
Himalaya Blue und Himalaya Brown bezeichnen meist denselben indischen Migmatit aus Karnataka — der „Brown"-Name ist visuell präziser und beschreibt die tatsächliche warm-rotbraune Tonalität des Steins, während „Blue" eine reine Marketingkonvention ist. Im Detail können bei verschiedenen Lieferanten leichte Variationen in der Tonintensität bestehen, die zu unterschiedlichen Marketingnamen führen — beide Sortierungen sind aber technisch und petrographisch identisch.
Welche Plattenformate sind bei Himalaya Blue üblich?
Standard-Großformate aus den indischen Steinbrüchen liegen typischerweise zwischen 280 × 160 cm und 320 × 200 cm bei Stärken von 2 cm und 3 cm. Über ROSSITTIS werden auch dünnere Formate (1 cm für leichte Wandverkleidungen) sowie Sockelleisten und Fliesenformate für Bodenflächen bezogen. Auf konkrete Maße bitte direkt anfragen — Himalaya Blue ist als bewährter indischer Standard-Granit bei ROSSITTIS regelmäßig auf Lager.