Pietra Serena ist ein blaugrauer toskanischer Sandstein mit feinem Korn und klassischer Florenz-Anmutung. Bei ROSSITTIS wird er für Treppen, Bodenplatten, Fensterbänke, Wandverkleidungen und architektonische Werkstücke mit starkem Gestaltungsbezug eingesetzt.
Sandstein
Italien
2.555 kg/m³
Verfügbar als: Platten, Terrassenplatten, Fliesen und Boden
Pietra Serena ist einer der Steine, die nicht durch Lautstärke, sondern durch Haltung wirken. Das Material zeigt einen blaugrauen bis graublauen Ton, feines Korn und eine gleichmäßige, ruhige Oberfläche mit leichtem Glimmerschimmer. Diese nüchterne Eleganz ist der Grund, warum Pietra Serena seit Jahrhunderten mit Florenz und der toskanischen Architektur verbunden wird. Treppen, Gewände, Böden, Bänke, Brunnen, Fenstereinfassungen und plastische Werkstücke funktionieren mit diesem Sandstein besonders gut, weil er einerseits fein genug für präzise Formgebung, andererseits robust genug für echte Bauaufgaben ist.
Der Stein stammt aus der Toskana, aus dem Raum Florenz beziehungsweise aus den nördlichen Apenninen. Petrographisch handelt es sich um Sandstein, genauer um eine lithische Arkose. Das erklärt sowohl die gute Bearbeitbarkeit als auch die offenere Porenstruktur im Vergleich zu Granit oder Quarzit. Im Vergleich zu hartem grauem Granit wirkt Pietra Serena wärmer, weicher und architektonisch kultivierter. Gegenüber Schiefer ist die Fläche weniger spaltrau, gegen Jura-Kalkstein deutlich kühler und geradliniger.
Die technischen Werte zeigen einen ernstzunehmenden Werkstein: Die Rohdichte liegt bei 2.510–2.600 kg/m³, die Druckfestigkeit bei 87,0–102,0 MPa, die Biegezugfestigkeit bei 7,5–11,9 MPa, die Wasseraufnahme bei 1,82–2,5 % und der Abriebwert bei 23,3 mm. Das ist kein dichter Hartstein, aber ein leistungsfähiger Sandstein mit klarer architektonischer Eignung. Für Treppen, Bodenplatten, Fensterbänke und gestaltete Bauteile ist das Profil gut, sofern Aufbau, Entwässerung und Oberflächenwahl zum Einsatz passen.
Geschliffen ist Pietra Serena die klassische Oberfläche, weil sie die ruhige Blaugrau-Wirkung und die Feinkörnigkeit am besten zeigt. Die im Bestand verfügbaren Oberflächenbearbeitungen werden im Block »Oberflächen« weiter unten gelistet. Bei ROSSITTIS ist Pietra Serena als Rohplatte, in Fliesen, als Tritt- und Setzstufe, Fensterbank, Sockelleiste, Wandverkleidung und für maßgefertigte architektonische Elemente verfügbar.
Die ehrliche Einschätzung: Pietra Serena ist kein Stein für aggressive Reinigungsroutinen oder sorglose Außenkonstruktionen. Die Wasseraufnahme ist höher als bei Granit, und auch die Kanten verdienen bei frei bewitterten Bauteilen saubere Planung. Wer genau das berücksichtigt, bekommt einen der charakterstärksten europäischen Sandsteine mit enormer gestalterischer Qualität.
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Technische Daten
Richtwerte für die Gesteinssorte aus Hersteller- und Prüfberichten. Naturstein ist ein Naturprodukt — einzelne Chargen und Platten können abweichen. Bei kritischen Anwendungen (z. B. kommerzielle Außenfassade, tragende Bauteile) wird die konkrete Charge üblicherweise projektbezogen geprüft — wir unterstützen gerne bei der Koordination.
Rohdichte
2.555 kg/m³
Druckfestigkeit
94,5 MPa
Biegezugfestigkeit
9,7 MPa
Wasseraufnahme
2,16 %
Oberflächen
Pietra Serena ist in verschiedenen Oberflächenbearbeitungen erhältlich. Die Wahl der Oberfläche beeinflusst Optik, Haptik und Pflegeaufwand.
Geschliffen C220
Mattes Erscheinungsbild durch feinen Schliff mit Körnung C220 — die ebene Oberfläche wirkt ruhig, leichte Schleifspuren möglich. Im Vergleich zu poliert pflegeintensiver, dafür mit charaktervoller, naturhafter Anmutung. Wahl für Sandstein-Bodenflächen und Wandverkleidungen mit Wunsch nach mattmediterraner Wirkung.
Geflammt + 1 x gebürstet
Die Oberfläche wird durch Hitze aufgeraut und einmal gebürstet — scharfkantige Mineralreste werden geglättet, loses Material entfernt. Etwas sanftere Haptik als rein geflammt, weiterhin rutschhemmend, Farbe weniger intensiv als poliert. Empfohlen für Außenbereiche, Terrassen und stark beanspruchte trittsichere Flächen.
Pflege & Verarbeitung
Pietra Serena sollte nach dem Einbau imprägniert werden, weil Sandstein im Vergleich zu Granit deutlich offener ist. Eine gute Imprägnierung erleichtert das Reinigen und Pflegen und reduziert das Eindringen von Wasser und Schmutz.
Zum Reinigen und Pflegen eignen sich pH-neutrale Steinreiniger, wenig Tensid und ein weiches Tuch oder Wischmopp. Auf strukturierten Oberflächen sollte Schmutz regelmäßig entfernt werden, bevor er sich in den Poren festsetzt.
Vermeiden Sie aggressive Säuren, filmbildende Pflegeprodukte und starke Hochdruckreinigung an Kanten und Fugen. Öl, Rotwein oder Laubgerbstoffe sollten Sie auf Boden- und Arbeitsflächen nicht unnötig lange einwirken lassen.
Im Außenbereich ist gute Entwässerung besonders wichtig. Frost ist weniger ein Problem des Steins selbst als der Kombination aus Feuchte, Staunässe und ungeeignetem Aufbau.
Häufige Fragen
Ist Pietra Serena für die Küche geeignet?
Grundsätzlich ja, aber eher für sorgfältig genutzte Küchen als für harte Alltagszonen. Mit 1,82–2,5 % Wasseraufnahme ist Pietra Serena deutlich offener als Granit, deshalb sind Imprägnierung und schnelle Reinigung besonders wichtig.
Welche Oberflächen gibt es bei Pietra Serena?
Die im Bestand verfügbaren Oberflächenbearbeitungen sind im Block »Oberflächen« auf dieser Seite gelistet.
Woher kommt Pietra Serena?
Pietra Serena stammt aus der Toskana und ist eng mit der Architektur rund um Florenz verbunden. Der Stein wird seit Jahrhunderten für Treppen, Gewände, Bodenplatten und plastische Werkstücke verwendet.
Wie reinige ich Pietra Serena richtig?
Zum Reinigen und Pflegen verwenden Sie pH-neutrale Steinreiniger und möglichst wenig Rückstandsbildung. Offene Sandsteinoberflächen sollten nicht mit aggressiven Säuren oder filmbildenden Pflegemitteln behandelt werden.
Ist Pietra Serena frostbeständig?
Pietra Serena kann außen funktionieren, verlangt aber einen sauberen Aufbau. Mit 1,82–2,5 % Wasseraufnahme muss die Konstruktion Feuchte und Entwässerung deutlich ernster nehmen als bei dichtem Granit.
Pietra Serena oder Basaltina – was ist besser?
Basaltina wirkt dichter und technischer, Pietra Serena feiner und toskanischer. Wer klassische Florenz-Anmutung und gute Formbarkeit sucht, ist mit Pietra Serena besser bedient.