Taj Mahal ist ein brasilianischer Quarzit aus der Region Ceará mit warmgoldener Aderung auf elfenbeinfarbenem Grund. Seine Kombination aus Marmoroptik und Granithärte macht ihn zu einem der gefragtesten Natursteine für Küchenarbeitsplatten und repräsentative Innenräume.
Andere Handelsnamen: Matira, Perla Santana, Perla Venata, Quartzite Taj Mahal, Quarzite Naica, Taj Gan, Taj Mahal commercial
Über Taj Mahal
Taj Mahal ist ein präkambrischer Quarzit, der in der Nähe von Fortaleza im brasilianischen Bundesstaat Ceará abgebaut wird. Das metamorphe Gestein besteht zu 90–95 % aus Quarz und enthält 5–10 % Serizit, einen feinblättrigen Glimmer, der polierten Oberflächen einen dezenten seidigen Schimmer verleiht.
Optisch besticht Taj Mahal durch sein cremeweiß bis elfenbeinfarbenes Grundfeld, das von warmgoldenen bis beigefarbenen Adern durchzogen wird. Das unregelmäßig wolkige Aderungsmuster erinnert auf den ersten Blick an italienischen Calacatta-Marmor – mit dem entscheidenden Unterschied, dass Quarzit mechanisch wesentlich belastbarer ist als Marmor. Genau diese Kombination aus Eleganz und Robustheit macht Taj Mahal zu einem der begehrtesten Natursteine im Premium-Segment.
Die technischen Kennwerte bestätigen diese Einschätzung: Mit einer Rohdichte von 2.700 kg/m³, einer Druckfestigkeit von 156,6 MPa und einer Biegezugfestigkeit von 15,8 MPa liegt Taj Mahal im oberen Leistungsbereich für Quarzite. Die Wasseraufnahme beträgt lediglich 0,14 %, was auf eine sehr dichte Gefügestruktur hinweist. Darüber hinaus ist der Stein als frostbeständig eingestuft (geprüft nach UNE EN 1341), was einen Einsatz im Außenbereich grundsätzlich ermöglicht.
Taj Mahal eignet sich hervorragend für Küchenarbeitsplatten, Waschtische, Bodenbeläge, Wandverkleidungen und Treppenanlagen. Im Vergleich zu echtem Marmor ist die Oberfläche deutlich widerstandsfähiger gegen Kratzer und mechanische Beanspruchung.
Ein wichtiger Hinweis zur ehrlichen Einordnung: Trotz seiner Quarzit-Klassifikation enthält Taj Mahal Serizit und möglicherweise geringe Karbonatanteile. Gegenüber Säuren ist er daher nicht vollständig inert – bei Kontakt mit Zitronensaft oder aggressiven Reinigern können matte Stellen entstehen. Taj Mahal ist härter und beständiger als Marmor, aber nicht so unempfindlich wie ein reiner Granit. Für Küchenanwendungen empfiehlt sich eine professionelle Imprägnierung.
Handelsseitig werden verschiedene Qualitätsstufen angeboten (Commercial, Select, Premium), die sich in der Gleichmäßigkeit von Farbe und Aderung unterscheiden. Bei ROSSITTIS führen wir Taj Mahal in verschiedenen Qualitäten und Stärken – unser Live-Bestandssystem zeigt Ihnen jederzeit die aktuell verfügbaren Platten.
Im Bestand
Aktuelle Verfügbarkeit aus unserem Lager.
Lade Plattenbilder…
Technische Daten
Richtwerte für die Gesteinssorte aus Hersteller- und Prüfberichten. Naturstein ist ein Naturprodukt — einzelne Chargen und Platten können abweichen. Bei kritischen Anwendungen (z. B. kommerzielle Außenfassade, tragende Bauteile) wird die konkrete Charge üblicherweise projektbezogen geprüft — wir unterstützen gerne bei der Koordination.
Rohdichte
2.700 kg/m³
Druckfestigkeit
156,6 MPa
Biegezugfestigkeit
15,8 MPa
Wasseraufnahme
0,14 %
Frostbeständig
Ja
Oberflächen
Taj Mahal ist in verschiedenen Oberflächenbearbeitungen erhältlich. Die Wahl der Oberfläche beeinflusst Optik, Haptik und Pflegeaufwand.
Poliert
Politur ist die klassischste Veredelung für Quarzit — eine glänzende Oberfläche mit höchstmöglicher Farbintensität und ausgeprägter Tiefenwirkung. Je nach mineralischer Zusammensetzung kann die Wirkung stellenweise mattglänzend sein. Als Silikatgestein vollständig säurebeständig und kratzhart — ideal für Küchenarbeitsplatten und Sichtflächen.
Satiniert
Die Oberfläche wird gebürstet — weichere Minerale werden gezielt entfernt, es entsteht eine leichte Tiefe und mattes Erscheinungsbild. Geaderte Quarzite erhalten so eine besondere Charakteristik. Säurebeständig und kratzfest, pflegeleicht im Alltag — beliebte Alternative zur Politur in modernen Küchen und Wohnräumen.
Geschliffen C220
Mattes Erscheinungsbild durch feinen Schliff mit Körnung C220 — die ebene Oberfläche wirkt ruhig, leichte Schleifspuren möglich. Im Vergleich zu poliert etwas pflegeintensiver, aber als Silikatgestein weiterhin säurebeständig. Wahl für moderne Bodenflächen, Treppen und Wandverkleidungen mit reduzierter Reflexion.
Pflege & Verarbeitung
Taj Mahal sollte nach der Verlegung mit einem hochwertigen Naturstein-Imprägniermittel auf Silanbasis behandelt werden. Die Imprägnierung schützt die Oberfläche vor dem Eindringen von Flüssigkeiten und erleichtert die tägliche Reinigung erheblich.
Zur regelmäßigen Pflege genügt ein pH-neutraler Natursteinreiniger mit klarem Wasser. Aggressive Reiniger, säurehaltige Mittel (Essigreiniger, Zitrusreiniger) und scheuernde Pasten sind zu vermeiden, da sie die Politur angreifen und den Serizitanteil im Gestein schädigen können.
Verschüttete Flüssigkeiten – insbesondere Wein, Kaffee oder Fruchtsaft – sollten zeitnah aufgenommen werden, um Verfärbungen vorzubeugen. Bei polierter Oberfläche empfiehlt sich eine Auffrischung der Imprägnierung alle 12–18 Monate, abhängig von der Nutzungsintensität. Im Außenbereich ist auf frostsichere Verlegung mit geeignetem Drainagemörtel zu achten.
Häufige Fragen
Ist Taj Mahal für die Küche geeignet?
Ja, Taj Mahal ist eine der beliebtesten Naturstein-Optionen für Küchenarbeitsplatten. Mit einer Druckfestigkeit von 156,6 MPa und einer Wasseraufnahme von nur 0,14 % ist er mechanisch sehr belastbar und nimmt kaum Feuchtigkeit auf. Eine Imprägnierung wird empfohlen, um die Fleckenbeständigkeit zusätzlich zu erhöhen.
Ist Taj Mahal säurebeständig?
Taj Mahal ist als Quarzit deutlich säurebeständiger als Marmor, aber nicht vollständig säureresistent. Der Serizit- und mögliche Karbonatanteil im Gestein kann bei längerem Kontakt mit Säuren zu matten Flecken führen. Eine Imprägnierung und das zeitnahe Aufwischen von Säuren bieten ausreichenden Schutz im Küchenalltag.
Woher kommt Taj Mahal Naturstein?
Taj Mahal wird in Brasilien abgebaut, genauer im Bundesstaat Ceará nahe der Stadt Fortaleza. Es handelt sich um einen präkambrischen Quarzit, der vor mehreren hundert Millionen Jahren durch metamorphe Umwandlung von quarzreichem Sandstein entstanden ist.
Ist Taj Mahal frostbeständig?
Ja, Taj Mahal ist als frostbeständig eingestuft (geprüft nach UNE EN 1341). Mit einer Wasseraufnahme von nur 0,14 % nimmt der Stein kaum Wasser auf, was ihn für den Außenbereich grundsätzlich geeignet macht. Voraussetzung ist eine fachgerechte Verlegung mit Drainagemörtel.
Wie pflege ich Taj Mahal Quarzit?
Verwenden Sie einen pH-neutralen Natursteinreiniger und klares Wasser. Vermeiden Sie säurehaltige Reiniger, Scheuermittel und Essiglösungen. Nach der Montage sollte eine Imprägnierung aufgetragen und alle 12–18 Monate aufgefrischt werden.