Reinigung. Im Alltag genügen warmes Wasser, ein weiches Tuch und ein pH-neutraler Natursteinreiniger. Geeignet sind milde Allzweckreiniger ohne Säureanteil und milder Spülmittelschaum. Verschüttete Flüssigkeiten zügig aufnehmen – das Material ist säureempfindlich und durch die hohe Porosität auch für tiefer eindringende Pigmentflecken (Wein, Kaffee, Tinte, Öle) anfällig.
Nicht verwenden. Säurehaltige Reiniger jeder Art – Entkalker (Essig, Zitronensäure, Ameisensäure), Sanitärreiniger mit Säureanteil, WC-Reiniger, Felgenreiniger, Backofen-Sprays. Auch verdünnte Säuren ätzen Calcit-Gesteine sofort an und hinterlassen matte Stellen. Aggressive Scheuerschwämme oder schleifende Pasten sind ebenfalls tabu.
Imprägnierung. Dringend empfohlen für alle Anwendungen mit Wasser- oder Verschmutzungsrisiko. Aufgrund der hohen Wasseraufnahme von 5,8 % ist Bateig Diamante deutlich offenporiger als dichte Kalksteine und braucht eine Premium-Imprägnierung mit Steinschutz auf Silan-/Siloxan-Basis. Diese reduziert Wasser- und Pigmentaufnahme stark, kann die Säureempfindlichkeit aber nicht aufheben. Die Imprägnierung sollte regelmäßig (alle 2 – 4 Jahre je nach Belastung) aufgefrischt werden – auf stark bewitterten Außenflächen häufiger.
Fassade. Klassische Anwendung. Auf hinterlüfteten Fassadenkonstruktionen oder als gemörtelte Fassadenplatte in geschützter Bauweise hat Bateig Diamante eine über 100-jährige Erfolgsbilanz in der spanischen und internationalen Architektur. Wichtig: konstruktiver Schutz an Sockel- und Simsübergängen (kein stehendes Wasser, kein Spritzwasser-Bombardement), passende Fugenmaterialien (kalkbasiert, säurefest), regelmäßige Inspektion. Streusalz ist auf Calcit-Gesteinen problematisch und sollte vermieden werden.
Küche und Bad. Bateig Diamante ist nicht die erste Wahl für Küchenarbeitsplatten – die Säureempfindlichkeit, die hohe Porosität und die fehlende Hochglanz-Polierbarkeit sind hier kritische Schwächen. Für besondere mediterran-rustikale Konzepte mit antik-bearbeiteter Oberfläche und konsequenter Pflegebereitschaft ist eine eingeschränkte Küchenanwendung möglich. Im Bad eingeschränkt einsatzbar als Wandverkleidung in geschützten Bereichen mit fachgerechter Abdichtung und Imprägnierung.
Boden. Innenböden mit Bateig Diamante sind nicht empfehlenswert – die hohe Porosität führt zu starker Verschmutzungsaufnahme, eingetragener Sand verkratzt die feingeschliffene Oberfläche, und Säureeinträge (Essig, Wein, Limonade) hinterlassen sofort sichtbare Ätzspuren. In geschützten gewerblichen Innenräumen mit konsequenter Pflege ist die Sortierung als Wand- und Sockelbekleidung jedoch eine bewährte Wahl.
Außen. Frostbeständig nach DNSA dokumentiert (durch die offen verbundene Porenstruktur). Wir empfehlen die geschliffene C220-, sandgestrahlte oder gestockte Variante mit Premium-Imprägnierung und sorgfältiger konstruktiver Planung. Streusalz, intensive Bewässerung und Spritzwasser sollten konstruktiv vermieden werden. Bei direkter Witterungsexposition empfehlen wir eine Probe-Verlegung im Erstwinter zur Verifikation der Materialcharge.
Kratzer und Reparatur. Bei matten Stellen, Ätzspuren, mechanischen Beschädigungen oder Fleckbildung kann ein spezialisierter Steinmetz- oder Fugentechnik-Betrieb die Tafel mit feinem Diamantschliff örtlich nachbearbeiten – ein vollwertiges Aufpolieren ist materialbedingt nicht möglich. Tiefere Beschädigungen lassen sich mit eingefärbten Calcit-basierten Reparaturmörteln kaschieren.