Marmor aus Italien

Covelano Oro

Covelano Oro ist ein klassischer Südtiroler Premium-Marmor aus Covelano (Göflan) im Vinschgau (Provinz Bozen, Trentino-Südtirol). Petrographisch ein hochreiner Calcit-Dolomit-Marmor aus dem Lasa-Marmor-Bergrevier, mit weißem bis hell-cremigem Grundton, goldgelb bis hellbraun gezogenen feinen Schichten­linien und subtilen mineralischen Akzenten. Der Stein gehört in dieselbe geologische Familie wie der weltberühmte Laaser Marmor und steht für höchste Alpen-Marmor-Qualität. Bei ROSSITTIS verarbeiten wir Covelano Oro zu repräsentativen Wandverkleidungen, Bädern, Treppen, Waschtischen, Fensterbänken und sorgfältig geplanten Bauteilen mit warm-alpiner Premium-Anmutung.

Marmor Italien 2.710 kg/m³
Verfügbar als: Platten, Fliesen und Boden

Andere Handelsnamen: Bianco Covelano, Bianco Covelano Oro Argento, Bianco Covelano Vena Oro, Covelano Bianco Lasa, Goflan, Göflan, Göflan Gold Vein, Göflan Oro

Über Covelano Oro

Hintergrund. Covelano Oro stammt aus dem Lasa-Marmor-Bergrevier im Vinschgau (Val Venosta) im westlichen Südtirol – genauer aus dem Steinbruch oberhalb von Covelano (italienisch) bzw. Göflan (deutsch), einem Ortsteil von Schlanders. Der Lasa-Marmor und seine Nachbar­vorkommen Covelano/Göflan zählen zu den traditionsreichsten und prestige­reichsten Marmor-Vorkommen Europas. Bekannt wurde der Marmor durch zahlreiche klassische Bauwerke und Skulpturen: Im 19. und 20. Jahrhundert wurde Lasaer/Göflaner Marmor u. a. für die Habsburger Repräsentations­bauten, Wiener Sakralarchitektur, das Berliner Holocaust-Mahnmal und zahlreiche US-amerikanische Bauprojekte (darunter das World Trade Center Memorial) verwendet. Die Förderung erfolgt teils noch heute über die historische „Marmor­bahn" (Schrägbahn) – eine Drahtseil­bahn, mit der die Marmor­blöcke aus den hochgelegenen Steinbrüchen ins Tal transportiert werden. Diese Förder­tradition ist untrennbar mit der Identität des Materials verbunden.

Im Bestand

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Technische Daten

Richtwerte für die Gesteinssorte aus Hersteller- und Prüfberichten. Naturstein ist ein Naturprodukt — einzelne Chargen und Platten können abweichen. Bei kritischen Anwendungen (z. B. kommerzielle Außenfassade, tragende Bauteile) wird die konkrete Charge üblicherweise projektbezogen geprüft — wir unterstützen gerne bei der Koordination.

Rohdichte 2.710 kg/m³
Druckfestigkeit 91,0 MPa
Biegezugfestigkeit 12,5 MPa
Säurebeständig Nein

Anwendungseignung

Bedingt geeignet

Oberflächen

Covelano Oro ist in verschiedenen Oberflächenbearbeitungen erhältlich. Die Wahl der Oberfläche beeinflusst Optik, Haptik und Pflegeaufwand.

Poliert

Spiegelglanz mit klarer Tiefe der hell-cremigen Grundfarbe und sichtbaren goldgelb-hellbraunen Schichten­linien. Erste Wahl für repräsentative Wandverkleidungen, klassische Bäder und Sichtflächen mit alpiner Premium-Anmutung.

Geschliffen

Gleichmäßig matt, ruhig und sachlich. Klassische Wahl für Bodenflächen mit hoher Beanspruchung (Treppen, Eingangsbereiche), wo Laufstraßen und feine Kratzer auf einer polierten Fläche unerwünscht wären.

Satiniert

Seidenmatt mit weichem, samtigem Lichtreflex. Für moderne Innenräume, ruhige Wohnböden und Bäder die ausgewogenste Wahl.

Gebuerstet

Leicht strukturierte, naturhafte Haptik. Für Treppen-Setzstufen, taktil betonte Wandbereiche und Außen­anwendungen unter Dach sinnvoll.

Antik

Gezielt patinierte Oberfläche mit gerundeten Kanten und mediterranem/alpinem Alterscharakter. Für klassisch-rustikale Innenraum-Konzepte und Brunnen-Umfassungen unter Dach.

Pflege & Verarbeitung

Reinigung. Im Alltag genügen warmes Wasser, ein weiches Tuch oder ein sauberer Mopp und ein neutraler bis leicht alkalischer pH-Steinreiniger. Geeignet sind seifige Marmorpfleger und milde Allzweckreiniger ohne Säure. Verschüttete saure Flüssigkeiten – Wein, Zitrussaft, Essig, Cola, Tomate – sofort aufnehmen, weil sie auf Calcit-Dolomit-Marmor matte Ätzflecken hinterlassen, die nur durch Nachpolieren entfernbar sind.

Nicht verwenden. Essig- und Zitronensäure, Kalk- und Sanitärreiniger, Anti-Kalk-Sprays, Entkalker, WC-Reiniger, Beton- und Rostentferner, hochkonzentrierte Allzweckreiniger und chlorhaltige Bleichmittel sind tabu. Auf der hellweißen Tafel mit zarten Goldadern sind Säure­schäden besonders sichtbar.

Imprägnierung. Eine Imprägnierung auf Silan-Polysiloxan-Basis ist auf allen Anwendungen empfehlenswert. Erstimprägnierung direkt nach der Verlegung, Auffrischung alle zwei bis drei Jahre.

Küche. Auf Küchenarbeitsplatten ist Covelano Oro nur eingeschränkt einsetzbar. Säurehaltige Lebensmittel hinterlassen ohne Schutz matte Stellen. Für die eigentliche Küchenarbeitsfläche mit täglicher Säureeinwirkung empfehlen wir säurefestere Alternativen (Quarzit, Quarzkomposit, Sinterkeramik).

Bad. Im Bad ist Covelano Oro eine klassische Premium-Wahl – Waschtische, Wandverkleidungen, Wannenumrandungen. Anti-Kalk-Sprays und kalklösende Sanitärreiniger konsequent meiden.

Boden und Treppen. Auf Bodenflächen empfehlen wir die geschliffene oder satinierte Variante – die polierte Fläche zeigt Laufstraßen schneller. Schmutzfangmatten am Eingang reduzieren den Eintrag von kratzenden Partikeln.

Außen. Frostbeständigkeit ist gegeben, die Politur unter freier Bewitterung wandelt sich aber langfristig zu einer mattierten Oberfläche. Streusalz im Winter konsequent meiden.

Reparatur. Matte Säureflecken oder Kratzer kann der Steinmetz lokal nachpolieren. Tiefere Beschädigungen lassen sich mit eingefärbtem Marmor­spachtel ausspachteln.

Häufige Fragen

Was ist Covelano Oro geologisch?

Petrographisch ein metamorphisierter Calcit-Dolomit-Marmor aus dem Ortlerkristallin im Vinschgau (Südtirol). Der ursprüngliche marine Kalkstein wurde durch alpine Metamorphose im Tertiär (vor etwa 30–60 Mio. Jahren) umkristallisiert. Das Korngefüge ist mittel- bis grobkristallin, die Mineralogie zu rund 90–95 % calcitbestimmt mit deutlichem Dolomit-Anteil. Die charakteristische goldgelbe Schichten­zeichnung entsteht durch fein verteilte Eisenoxid-Pigmente in metamorphen Streifen­zonen.

Was ist die Lasa-Marmor-Familie?

Lasa-Marmor (italienisch: Marmo di Lasa) ist die Sammelbezeichnung für die hochwertigen weißen bis hell-cremigen Marmore aus dem Vinschgau in Südtirol. Die Familie umfasst Lasa Bianco (reinweiß, höchste Premium-Qualität), Lasa Vena Oro (mit Goldader-Andeutungen), Lasa Vena Argento (mit silbrigen Adern) und Covelano Oro (etwas wärmer mit goldgelber Schichten­zeichnung). Alle stammen aus demselben Bergrevier und werden traditionell über die historische Marmorbahn ins Tal transportiert.

Wie unterscheidet sich Covelano Oro von Lasa Bianco?

Lasa Bianco ist die reinweiße Premium-Sortierung mit minimaler Aderung – kompromisslos hell und ablenkungsarm. Covelano Oro ist die warm-cremig getönte Variante mit deutlicheren goldgelb-hellbraunen Schichten­linien – mehr alpine Wärme und lebhaftere Optik, aber dieselbe geologische Familie und dieselbe Premium-Qualität.

Welche technischen Werte hat Covelano Oro?

Rohdichte rund 2.710 kg/m³, Druckfestigkeit etwa 91 MPa, Biegezugfestigkeit rund 12,5 MPa, Mohshärte 3–4. Frostbeständigkeit ist ausgewiesen. Wie bei allen Calcit-Marmoren bleibt die Säureempfindlichkeit bestehen.

Ist Covelano Oro für Küchenarbeitsplatten geeignet?

Eingeschränkt. Wie alle Calcit-Dolomit-Marmore reagiert Covelano auf Säuren (Wein, Zitrone, Essig, Tomate, Cola) mit matten Ätzflecken. Mit guter Silan-Imprägnierung und in der satinierten Variante ist der Einsatz auf Bartheken praxistauglich; für stark belastete Arbeits­flächen ist eine säurefeste Alternative (Quarzit, Quarzkomposit, Sinterkeramik) sinnvoller.

Welche Oberflächen liefert ROSSITTIS?

Lieferbar sind poliert (Spiegelglanz, repräsentativ), geschliffen (gleichmäßig matt), satiniert (samtig-matt), gebürstet (leicht strukturiert) und antik / getrommelt (gezielt patiniert).

Welche Reiniger darf ich auf Covelano Oro verwenden?

Erlaubt sind warmes Wasser, neutrale bis leicht alkalische Steinpfleger und milde Allzweckreiniger ohne Säure. Tabu sind Essig-, Zitronen- und Salzsäure, Kalkreiniger, Anti-Kalk-Sprays, Beton- und Rostentferner, chlorhaltige Bleichmittel und Lösungsmittel.

Covelano Oro oder Calacatta Oro?

Beide sind warm-weiße Marmore mit Goldader. Calacatta Oro aus den Apuanischen Alpen (Toskana) zeigt typisch frei verzweigte goldgelbe Hauptadern auf hellem Grund; Covelano Oro aus Südtirol zeigt gerichtete Schichten­linien mit feiner goldgelber Zeichnung – ruhiger und linearer als das freie Aderspiel des Calacatta. Carrara-Tradition versus alpine Lasa-Tradition.

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