Imperial-Kerala Green ist ein dunkelgrüner indischer Migmatit aus den Brüchen rund um Trivandrum in Kerala mit moos- bis salbeigrüner Grundmasse, durchsetzt von charakteristisch burgunderroten bis kupferbraunen Granat-Sprenkeln und schwarzen Biotit-Bändern. International auch als Kerala Green, Tropical Green, Jade Green oder Imperial Green geführt — außergewöhnlich hochfest (147 MPa Druckfestigkeit), niedrig in der Wasseraufnahme (0,23 %) und voll säure-/frostbeständig — eingesetzt für Küchenarbeitsplatten, Bartheken, Wandverkleidungen, Bodenflächen, Außenfassaden und repräsentative Innen- und Außenflächen mit naturhaft-grünem Charakter.
Petrographisch handelt es sich um einen präkambrischen Migmatit aus dem indischen Schild bei Trivandrum in Kerala (DNSA #5958 als Migmatit, parallel #4668 als Gneis klassifiziert — beide INSK 51.13, dasselbe Material). Im Handel und im Bauwesen seit Jahrzehnten als Granit geführt, da das technische Verhalten dem klassischer Granite entspricht (Druckfestigkeit 147 MPa, Wasseraufnahme 0,23 %, frost- und säurebeständig). DNSA bestätigt zudem die langzeitstabile Polituraussehensbeständigkeit auch im Außenbereich — eine besondere Eigenschaft.
Andere Handelsnamen: IMPERIAL GREEN, JADE GREEN, KERALA GREEN, Pine Green, Seaweed Green, TROPICAL GREEN, Verde Kerala
Über Imperial-Kerala Green
Imperial-Kerala Green ist ein klassischer und seit Jahrzehnten etablierter indischer Migmatit aus dem Steinbruchgebiet rund um Trivandrum (auch Thiruvananthapuram) im südindischen Bundesstaat Kerala — einer der wichtigsten indischen Naturwerkstein-Provinzen. Kerala produziert eine außergewöhnliche Vielfalt an grünen Migmatit- und Gneis-Sortierungen, die international als „indische grüne Granite" bekannt sind und Imperial-Kerala Green ist eine der am häufigsten exportierten Sortierungen. Im internationalen Markt wird der Stein unter mehreren parallelen Handelsnamen geführt: Imperial-Kerala Green, Kerala Green, Tropical Green, Jade Green und Imperial Green. Die DNSA-Klassifikation dokumentiert das Material präzise unter zwei Einträgen (#5958 KERALA GREEN/TROPICAL GREEN als Migmatit und #4668 JADE GREEN/KERALA GREEN/TROPICAL GREEN/IMPERIAL GREEN als Gneis) — beide DNSA-Einträge teilen die INSK-Nummer 51.13 und beziehen sich auf dasselbe Material, klassifiziert einmal präzise als Migmatit und einmal kommerziell als Gneis. Das Material ist seit Jahrzehnten in deutschen und mitteleuropäischen Bauanwendungen etabliert.
Geologisch handelt es sich um einen präkambrischen Migmatit aus dem indischen Schild — ein metamorphes Gestein, das durch teilweise Aufschmelzung von präkambrischem Grundgebirge unter hohem Druck und hoher Temperatur und anschließende Wiederverfestigung entstanden ist. Im Steinhandel wird Imperial-Kerala Green traditionell als Granit geführt — die im internationalen Markt etablierte Konvention für hochfeste exotische Hartgesteine. Migmatite zeigen abwechselnd granit-ähnliche und metamorphe Bänderungen — bei Imperial-Kerala Green erscheinen diese als unregelmäßig gewolkte Strukturen mit moos- bis salbeigrüner Hauptmasse, durchsetzt von charakteristisch burgunderroten bis kupferbraunen Granat-Mineralpunkten und schwarzen Biotit-Bändern. Die grüne Tonalität resultiert aus chlorit-, epidot- und amphibol-haltigen Mineralkomponenten in der Hauptmasse, die kontrastierenden burgunderroten Granat-Sprenkel sind charakteristische metamorphe Mineralkomponenten der präkambrischen Gneise und Migmatite des indischen Schildes.
Visuell prägt Imperial-Kerala Green eine außergewöhnlich charaktervolle, naturhaft-tropische Materialhandschrift. Auf einer moos- bis salbeigrünen Grundmasse breiten sich charakteristisch burgunderrote bis kupferbraune Granat-Sprenkel aus, die wie Edelstein-Punkte über das Plattenbild verteilt sind. Schwarze Biotit-Bänder und gelegentliche dunkelgrau-anthrazite Bewegungsstrukturen ergänzen die Materialhandschrift mit subtiler metamorpher Foliation. Die kontrastreiche Komposition aus Grün-Burgunderrot-Schwarz schafft eine warm-naturalistische Anmutung, die an tropische Vegetation oder polierte Edelstein-Kompositionen erinnert. Die Plattenvariation ist moderat — die Gesamtanmutung in jeder Lieferung ist verlässlich, einzelne Platten zeigen Unterschiede in der Granat-Dichte und der grünen Farbintensität. Die polierte Oberfläche entwickelt unter Politur eine glatte, leicht spiegelnde Tiefenwirkung mit prächtigen Glanzreflexen der Granat-Komponenten.
Technisch zählt Imperial-Kerala Green zu den hochwertigen indischen Hartgesteinen mit dokumentierten DNSA-Werten (#5958): Rohdichte 2567 kg/m³, Druckfestigkeit 147,0 MPa (granittypisch hoch), Biegezugfestigkeit 12,8 MPa, Wasseraufnahme von nur 0,23 %, thermische Ausdehnung 0,61 mm/m/100K. Diese Werte qualifizieren den Stein für anspruchsvolle Innen- und Außenanwendungen einschließlich Küchenarbeitsplatten, stark begangener Bodenflächen, Pflasterungen und Fassadenverkleidungen. Der Stein ist DNSA-bestätigt frost- und säurebeständig — eine wichtige Besonderheit ist, dass die polierte Oberfläche auch im Außenbereich langzeitstabil ist (DNSA-bestätigt), was viele andere Migmatite und Granite nicht in dieser Form bieten. Wie alle migmatit-haltigen Hartgesteine ist Imperial-Kerala Green weitgehend säureresistent gegenüber haushaltsüblichen Säuren wie Zitronensaft, Essig, Wein und Cola.
Im Innenausbau ist Imperial-Kerala Green eine bewährte Wahl für naturalistisch-grüne, klassisch-warme und tropisch inspirierte Architekturen. Klassische Anwendungen sind Küchenarbeitsplatten in Designküchen mit Wunsch nach kräftiger grüner Tonalität, Wandverkleidungen, Bodenflächen in Eingangshallen und Wohnräumen, Treppenstufen, Sockelleisten, Fensterbänke und Bartheken. Die moos- bis salbeigrüne Tonalität mit den charakteristischen burgunderroten Granat-Sprenkeln harmoniert besonders mit Holzeinbauten in mittel- bis dunkelbraunen Tönen (Eiche, Walnuss, Mahagoni), mit Messing-, Bronze- und Goldakzenten, mit warmen Erdtönen in Wandfarben sowie mit klassisch-rustikalen Möbelästhetiken. Im Außenbereich findet Imperial-Kerala Green Verwendung als Fassadenverkleidung, Sockelplatten, Treppen, Pflasterungen und Pool-Umrandungen — die DNSA-bestätigte langzeit-stabile Außen-Politur und die granittypische Frost- und Säurebeständigkeit qualifizieren ihn für anspruchsvolle Außenanwendungen in mitteleuropäischen Klimaverhältnissen.
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Technische Daten
Richtwerte für die Gesteinssorte aus Hersteller- und Prüfberichten. Naturstein ist ein Naturprodukt — einzelne Chargen und Platten können abweichen. Bei kritischen Anwendungen (z. B. kommerzielle Außenfassade, tragende Bauteile) wird die konkrete Charge üblicherweise projektbezogen geprüft — wir unterstützen gerne bei der Koordination.
Imperial-Kerala Green ist in verschiedenen Oberflächenbearbeitungen erhältlich. Die Wahl der Oberfläche beeinflusst Optik, Haptik und Pflegeaufwand.
Poliert
Poliert zeigt Imperial Kerala Green mit klarer Tiefe der grünen Tonalität und brillanter Hervorhebung der Mineralzeichnung. Erste Wahl für Statement-Inseln, Vanity-Tops und repräsentative Wandverkleidungen mit dramatischem Anspruch.
Satiniert
Satiniert wirkt etwas matter und ruhiger, mit gedämpfter Reflexion. Eine moderne Wahl für Bäder und Innenarchitektur, in denen die grüne Tiefe ohne Hochglanz wirken soll.
Geschliffen
Geschliffen zeigt das Material matt und gleichmäßig. Eine empfehlenswerte Wahl für Bodenflächen und reduzierte Innenarchitektur.
Gebürstet
Gebürstet entwickelt eine fein-strukturierte Haptik mit dezent betonter Mineralzeichnung. Wirkt warm-handwerklich für Wohnflächen mit haptischem Anspruch.
Sandgestrahlt
Sandgestrahlt liefert eine matt-rutschhemmende Oberfläche. Sinnvoll für Außentritte, Pool-Umrandungen und sicherheitsrelevante Bodenflächen.
Geflammt
Geflammt entwickelt eine grobstrukturierte, rutschhemmende Oberfläche. Empfehlenswert für Außentritte und Bereiche mit hoher Trittsicherheits-Anforderung.
Antik
Antik (getrommelt) verleiht eine sanft patinierte, gealterte Anmutung mit weichen Kanten. Perfekt für klassisch-mediterrane Innenarchitektur.
Spaltrau
Spaltrau zeigt das Material in der ursprünglichsten Form — bruchrau, lebendig, archaisch. Geeignet für Mauerelemente und bewusst handwerkliche Außenarchitektur.
Pflege & Verarbeitung
Imperial-Kerala Green ist als indischer Migmatit aus der Granit-Familie ausgesprochen pflegeleicht. Im Innenbereich genügt für die tägliche Reinigung warmes Wasser mit pH-neutralem Steinreinigungsmittel; aggressive Haushaltsreiniger, Zitrussäure-haltige Entkalker und scheuernde Schwämme sind unnötig und sollten gemieden werden. Auf polierten Küchenarbeitsplatten empfiehlt sich nach der Verlegung sowie alle 2 bis 3 Jahre eine Imprägnierung mit einem für dunklere Hartgesteine geeigneten lösungsmittelbasierten Imprägniermittel, um die Aufnahme von Öl, Fett und intensiv gefärbten Lebensmitteln dauerhaft zu reduzieren. Bei der grünen Materialhandschrift sind helle Pigmentspuren weniger sichtbar als auf hellen Steinen — die granittypische Robustheit macht den Stein zu einer pflegeleichten Wahl für intensive Alltagsanwendungen. Verschmutzungen sollten zeitnah aufgenommen werden, idealerweise innerhalb weniger Stunden. Im Außenbereich reicht regelmäßige Reinigung mit klarem Wasser und gelegentlich einer weichen Bürste; bei Grünbelag-Befall in schattigen Lagen können handelsübliche Algen- und Moosreiniger eingesetzt werden. Heiße Töpfe können direkt auf der Arbeitsplatte abgestellt werden — Imperial-Kerala Green ist hitzebeständig. Streusalz im Winter schadet dem Stein nicht und kann verwendet werden.
Häufige Fragen
Was bedeutet die Bezeichnung „Imperial-Kerala Green"?
„Kerala" verweist auf die Herkunftsregion — den südindischen Bundesstaat Kerala mit der Hauptstadt Trivandrum (Thiruvananthapuram), wo die Steinbrüche dieses Materials liegen. „Green" beschreibt die charakteristisch moos- bis salbeigrüne Grundtönung, „Imperial" ist ein Marketingzusatz, der die Premium-Qualität der Sortierung kennzeichnet. Imperial-Kerala Green, Kerala Green, Tropical Green, Jade Green und Imperial Green sind synonyme Handelsnamen für ein und denselben indischen Migmatit aus Trivandrum. DNSA dokumentiert das Material unter zwei Einträgen (#5958 und #4668), die beide auf dasselbe Material verweisen.
Was sind die roten Sprenkel im Plattenbild?
Die charakteristischen burgunderroten bis kupferbraunen Sprenkel im Plattenbild sind Granat-Mineralkomponenten — Granate sind metamorphe Mineralien, die in präkambrischen Gneisen und Migmatiten des indischen Schildes häufig vorkommen. Diese Granat-Akzente sind das Wesensmerkmal von Imperial-Kerala Green und unterscheiden ihn von monotonal grünen Migmatiten. Die roten Sprenkel sind also kein Mangel, sondern ein gesuchtes Stilelement, das dem Stein seine charakteristische naturhaft-tropische Anmutung verleiht.
Ist Imperial-Kerala Green ein echter Granit?
Im Handel und im Bauwesen wird Imperial-Kerala Green seit Jahrzehnten als Granit geführt. Petrographisch korrekt handelt es sich um einen Migmatit (DNSA #5958) — ein metamorphes Gestein. DNSA #4668 klassifiziert das Material als Gneis (commercial usage), während DNSA #5958 die präzisere Klassifikation als Migmatit verwendet — beide DNSA-Einträge beziehen sich auf dasselbe Material. Migmatite und Gneise verhalten sich technisch wie hochwertige Granite und werden im Bauwesen entsprechend behandelt.
Eignet sich Imperial-Kerala Green für Außenanwendungen mit polierter Oberfläche?
Hervorragend — und das ist eine wichtige Besonderheit dieses Steins. Die DNSA-Datenbank bestätigt für Imperial-Kerala Green, dass die polierte Oberfläche auch im Außenbereich langzeitstabil ist — eine Eigenschaft, die viele andere Migmatite und Granite nicht in dieser Form bieten. Bei vielen anderen Hartgesteinen verliert die Politur unter Witterungseinfluss; bei Imperial-Kerala Green bleibt sie auch unter offener Bewitterung über lange Zeiträume erhalten. Diese Eigenschaft qualifiziert den Stein für polierte Fassadenverkleidungen und repräsentative Außenflächen mit Wunsch nach Hochglanz-Optik.
Eignet sich Imperial-Kerala Green für Küchenarbeitsplatten?
Hervorragend. Die granittypischen Eigenschaften — Säurebeständigkeit gegenüber Zitronensaft, Essig und Wein, hohe Druckfestigkeit (147 MPa), niedrige Wasseraufnahme (0,23 %) und Hitzebeständigkeit — qualifizieren Imperial-Kerala Green uneingeschränkt für intensiv beanspruchte Küchenarbeitsplatten. Die kräftig grüne Optik mit den charakteristischen burgunderroten Granat-Sprenkeln macht ihn zu einer Statement-Wahl für Designküchen mit Wunsch nach naturhaft-grüner Materialcharakteristik. Eine Imprägnierung nach der Verlegung sowie alle 2 bis 3 Jahre wird empfohlen.
Welche Plattenformate sind bei Imperial-Kerala Green üblich?
Standard-Großformate aus den indischen Steinbrüchen liegen typischerweise zwischen 280 × 160 cm und 320 × 200 cm bei Stärken von 2 cm und 3 cm. Über ROSSITTIS werden auch dünnere Formate (1 cm für leichte Wandverkleidungen) sowie Sockelleisten und Fliesenformate für Bodenflächen bezogen. Auf konkrete Maße bitte direkt anfragen — Imperial-Kerala Green ist als bewährter indischer grüner Standard-Granit bei ROSSITTIS regelmäßig auf Lager.