Gneis aus China

Im Sortiment unter Granit geführt.

Rain Grey

Rain Grey ist ein chinesischer Gneis mit charakteristischer fein-paralleler silbrig-grauer Bänderung – im internationalen Stein­handel gelegentlich als „Marmor" geführt, petrographisch aber ein hochmetamorphes Silikat-Gestein mit Quarz, Feldspat und Glimmer. Die Tafel zeigt eine sehr ruhige horizontale Lineations­struktur, die an feine Regen­ströme erinnert – daher der Handels­name. Bei ROSSITTIS verarbeiten wir Rain Grey zu langlebigen Küchen­arbeitsplatten, Treppen, Innenböden, Wandverkleidungen mit Bookmatch-Potenzial, Fensterbänken, Pool­umrandungen, Außen­bodenbelägen und Fassadenelementen mit graphisch-eleganter Bänderungs­wirkung.

Petrographisch ein Gneis – ein hochgradig metamorphes Silikat-Gestein aus Quarz, Plagioklas, Kalifeldspat, Biotit und Muskovit, mit charakteristischer fein-paralleler silbrig-grauer Bänderung. Im internationalen Stein­handel wird Rain Grey gelegentlich als „grauer Marmor" angeboten – das ist petrographisch unzutreffend, denn der Stein ist kein metamorph rekristallisiertes Karbonat­gestein, sondern ein Silikat-Gestein der Granit- und Gneis-Familie. Die Lagerstätte liegt in chinesischen Vorkommen. Praktisch entscheidend: Rain Grey ist säurefest, hitzebeständig, mit Mohs 6 – 7 hart und damit voll küchen- und außen­tauglich.

Gneis China 2.700 kg/m³
Verfügbar als: Platten, Terrassenplatten, Fliesen und Boden

Andere Handelsnamen: Artic Grey, Ash Grey Marble, Biasca Gneiss, Black Wood Vein Granite, Fantasy Wood, Gneis Arctic Grau, Nero Santiago, Rain Grey Granit, Rain Grey Marble

Über Rain Grey

Hintergrund. Rain Grey gehört zu den chinesischen Gneis-Sortierungen, die seit den 1990er Jahren zunehmend Einzug in die internationale Steinarchitektur gefunden haben. Charakteristisch ist die feine, dicht parallel verlaufende silbrig-graue Bänderung, die der Sortierung den poetischen Handels­namen „Rain Grey" eingebracht hat – die regelmäßigen Linien wirken wie feiner Regen, der über eine Glasscheibe läuft. Damit unterscheidet sich der Stein deutlich von körnigen Graniten und gleichmäßig-homogenen Gabbros. Im internationalen Handel wird Rain Grey gelegentlich als „grauer Marmor" angeboten, was petrographisch nicht zutrifft – die richtige Einordnung ist Gneis aus der Familie der hochgradig metamorphen Silikat-Gesteine.

Im Bestand

Aktuelle Verfügbarkeit aus unserem Lager.

Technische Daten

Richtwerte für die Gesteinssorte aus Hersteller- und Prüfberichten. Naturstein ist ein Naturprodukt — einzelne Chargen und Platten können abweichen. Bei kritischen Anwendungen (z. B. kommerzielle Außenfassade, tragende Bauteile) wird die konkrete Charge üblicherweise projektbezogen geprüft — wir unterstützen gerne bei der Koordination.

Rohdichte 2.700 kg/m³
Druckfestigkeit 110,0 MPa
Biegezugfestigkeit 12,5 MPa
Wasseraufnahme 0,15 %

Anwendungseignung

Bedingt geeignet

Oberflächen

Rain Grey ist in verschiedenen Oberflächenbearbeitungen erhältlich. Die Wahl der Oberfläche beeinflusst Optik, Haptik und Pflegeaufwand.

Satiniert

Die satinierte Oberfläche entsteht durch Bürsten, das weichere Minerale gezielt entfernt und der Fläche eine leichte Tiefe gibt. Mattes Erscheinungsbild mit subtiler Lichtreflexion und haptisch warmer Wirkung. Pflegeleicht, kratzunempfindlich und alltagstauglich — beliebte Alternative zur Politur in modernen Küchen und Wohnräumen.

Geflammt + 1 x gebürstet

Die Oberfläche wird durch Hitze aufgeraut und einmal gebürstet, um scharfkantige Mineralreste zu glätten und loses Material zu entfernen. Etwas sanftere Haptik als rein geflammt, weiterhin rutschhemmend, Farbe weniger intensiv als poliert. Standardwahl für Außenbereiche, Terrassen und stark beanspruchte Bodenflächen.

Pflege & Verarbeitung

Reinigung. Im Alltag genügen warmes Wasser, ein weiches Tuch oder ein sauberer Mopp und ein pH-neutraler Natursteinreiniger. Geeignet sind milde Allzweckreiniger, milder Spülmittelschaum und alle handelsüblichen Sanitär- und Küchenreiniger. Verschüttete Flüssigkeiten zügig aufnehmen – das Material ist säurefest, aber auf der polierten Fläche bleiben getrocknete Tropfen mit dunklem Pigment (Kaffee, Rotwein, schwarzer Tee) als hellere Schleier sichtbar.

Nicht verwenden. Stark saure Spezialreiniger (HF-haltige Felgenreiniger, industrielle Glas­reiniger), aggressive Scheuer­schwämme oder schleifende Pasten. Auch wenn Gneis chemisch widerstandsfähig ist, können kratzende Reinigungs­mittel die Materialoberfläche matt scheuern.

Imprägnierung. Empfohlen, aber nicht zwingend. Rain Grey hat eine Wasseraufnahme von 0,1 – 0,2 % und ist von sich aus dicht. Eine Imprägnierung mit Stein­schutz auf Silan-/Siloxan-Basis erleichtert auf Küchen- und Bad­oberflächen den Umgang mit Fett, Öl und Kalk-Wasser-Filmen, weil die Substanzen weniger gut anhaften und sich leichter abwischen lassen. Bei stark mineralhaltigem Wasser empfiehlt sich die Imprägnierung besonders.

Küche und Bad. Im Küchen- und Bad­einsatz technisch ausgesprochen robust: Heiße Töpfe können auf der unbehandelten Tafel kurz direkt abgesetzt werden – auf imprägnierten Flächen empfehlen wir trotzdem einen Untersetzer, weil sehr hohe Temperaturen die Imprägnierung lokal abbauen können. Säuren wie Essig, Wein, Zitrone und Tomate hinterlassen keine Spuren, Anti-Kalk-Sprays und alle handelsüblichen Sanitärreiniger sind freigegeben.

Boden und Treppe. Rain Grey ist als Innen- und Außenboden hervorragend geeignet. Die im Bestand verfügbaren Oberflächenbearbeitungen werden im Block »Oberflächen« weiter unten gelistet. Bei Boden­anwendungen mit Bänderungs­optik ist die richtige Verlegerichtung wichtig – wir empfehlen pre-rendering und Plattenlayout-Plan vor der Verlegung.

Außen und Frost. Vollständig geeignet. Der Stein ist frost- und tausalz­beständig, UV-stabil und kann als hinterlüftete Fassadenplatte, Außen­wandverkleidung, Pool­umrandung, Außen­bodenbelag und Terrassenplatte eingesetzt werden.

Kratzer und Reparatur. Mit Mohs 6 – 7 ist Gneis sehr kratzfest. Tiefere Beschädigungen oder matte Stellen lassen sich auf polierten Tafeln durch Nach­polieren mit Diamant­pasten örtlich aufarbeiten – diese Arbeit gehört in die Hand eines spezialisierten Stein­metz- oder Fugen­technik-Betriebs. Die Glimmer­anteile können bei sehr starker mechanischer Belastung partiell ausplatten – das ist materialinhärent und gehört zum Charakter dieses Gesteins.

Häufige Fragen

Was ist Rain Grey für ein Material?

Petrographisch ein Gneis – ein hochgradig metamorphes Silikat-Gestein, das durch Druck und Hitze tief in der Erdkruste über Jahrmillionen aus einem ursprünglich granitischen oder sediment­ären Ausgangs­gestein entstanden ist. Der Mineralbestand setzt sich überwiegend aus Quarz, Plagioklas, Kalifeldspat, Biotit und Muskovit zusammen. Die Lagerstätte liegt in chinesischen Vorkommen. Im internationalen Stein­handel wird Rain Grey gelegentlich als „grauer Marmor" angeboten – das ist petrographisch unzutreffend, die richtige Einordnung ist Gneis.

Worauf bezieht sich der Name „Rain Grey"?

Der Name verweist auf die charakteristische fein-parallele silbrig-graue Bänderungs­struktur, die wie feiner Regen wirkt, der über eine Glasscheibe läuft. Diese Linien­führung entsteht durch die metamorphe Foliation des Gneises – Glimmer- und Quarz-Lagen wurden während der Gebirgs­bildung in parallele Bänder ausgerichtet.

Ist Rain Grey für die Küche geeignet?

Ja, sehr gut. Als Gneis ist Rain Grey vollständig säurefest (Wein, Essig, Zitrone, Tomate hinterlassen keine Ätz­spuren) und mit Mohs 6 – 7 sehr kratzfest. Damit verhält sich der Stein im Alltag wie ein Granit und ist für stark beanspruchte Küchen­arbeitsplatten und Inseln optimal geeignet. Eine einmalige Imprägnierung empfiehlt sich, ist aber nicht zwingend.

Welche Oberflächen passen zu Rain Grey?

Die im Bestand verfügbaren Oberflächenbearbeitungen sind im Block »Oberflächen« auf dieser Seite gelistet.

Welche technischen Werte hat Rain Grey?

Rohdichte 2.700 kg/m³, Druckfestigkeit 100 – 120 MPa, Biegefestigkeit 10 – 15 MPa, Wasseraufnahme 0,1 – 0,2 %, Mohs-Härte etwa 6 – 7. Damit liegt der Stein technisch im stabileren Bereich der Granit- und Gneis-Familie. Frost- und tausalz­beständig, UV-stabil, vollständig säurefest, hitze­beständig.

Eignet sich Rain Grey für Bookmatch-Verlegungen?

Ja, sehr gut. Die einseitig gerichtete Bänderungs­struktur lässt sich durch Spiegelung benachbarter Plattenstücke zu dramatischen V-, X- oder Quad-Bookmatch-Mustern komponieren – besonders auf großen Wand­flächen entstehen so eindrucksvolle Bewegungs­bilder. Wir empfehlen die Plattenlayout-Planung vor der Verlegung mit unserem Stein­technik-Service.

Ist Rain Grey für Außen­flächen, Fassaden und Pool­umrandungen geeignet?

Ja, vollständig. Die Sortierung ist frost- und tausalz­beständig, UV-stabil und säurefest und kann als hinterlüftete Fassadenplatte, Außen­wandverkleidung, Pool­umrandung, Außen­bodenbelag, Terrassenplatte und Treppe eingesetzt werden. Für rutschhemmende Außen­anwendungen empfehlen wir die geflammt + gebürstete Variante mit zertifizierter Rutschhemmung — siehe Block »Oberflächen« weiter unten.

Rain Grey oder grauer Granit wie Padang?

Beide sind technisch sehr ähnlich (Mohs 6 – 7, säurefest, frostbeständig, vollständig küchen- und außen­tauglich). Der wesentliche Unterschied ist optisch: Rain Grey zeigt eine ruhige, fast textile parallele Bänderung – Padang Dark und vergleichbare graue Granite zeigen ein körniges, gleichmäßiges Mineralbild ohne Linien­führung. Wer ein graphisch-lineares Naturstein-Bild mit Bewegung sucht, ist mit Rain Grey die bessere Wahl; wer ein klassisch-körniges Granit-Bild bevorzugt, sollte zu Padang oder Sardo Grigio wechseln.

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