Gneis aus Italien

Im Sortiment unter Granit geführt.

Verde Spluga

Verde Spluga ist ein klassischer alpiner Gneis aus dem Raum um den Splügen-Pass (Madesimo, Provinz Sondrio, Lombardei) – im internationalen Stein­handel auch als „Splügen-Quarzit" oder „Pietra Smeralda" geführt. Die Tafel zeigt einen ruhigen salbeigrünen bis silbergrünen Grundton mit feinen wellig-foliaten Schicht­strukturen und silbrig glänzenden Glimmer-Schüppchen – eine charakteristische alpine Werkstein-Optik mit ruhig-architektonischer Wirkung. Bei ROSSITTIS verarbeiten wir Verde Spluga zu langlebigen Innen- und Außenböden, Treppen, Wandverkleidungen, Fensterbänken, Pool­umrandungen, Terrassen­platten, Fassadenelementen und mediterran-alpinen Werkstein-Anwendungen.

Petrographisch ein permischer Gneis – ein hochgradig metamorphes Silikat-Gestein, durch Druck und Hitze während der alpidischen Gebirgs­bildung umkristallisiert. Geologisches Alter: 270 – 290 Millionen Jahre (Perm). Mineralbestand: Quarz, Plagioklas, Muskovit, Chlorit (Träger der grünen Färbung). Die Lagerstätte liegt im Steinbruch­gebiet Isolato/Madesimo am Splügen-Pass (Provinz Sondrio, Lombardei, Italien). Im internationalen Stein­handel wird die Sortierung auch als „Splügen-Quarzit" oder „Pietra Smeralda" geführt – das ist eine kommerzielle Klassifikation; petrographisch korrekt ist die Bezeichnung als Gneis. Praktisch entscheidend: Verde Spluga ist nicht 100 % säurefest – einzelne Mineralbestandteile (Chlorit, Calcit-Anteile) sind nicht dauerhaft säure­beständig. Für Außen­anwendungen, Böden und Fassaden ist der Stein voll geeignet; für stark säure­belastete Küchen­arbeitsplatten nur eingeschränkt empfohlen.

Gneis Italien 2.675 kg/m³
Verfügbar als: Platten, Sockelleisten, Fliesen und Boden · 1 von 29 reserviert

Andere Handelsnamen: Beola Verde, Pietra Smeralda, Splugen Quarzit, Splügen-Quarzit, Verde Spluga Quartzite

Über Verde Spluga

Hintergrund. Verde Spluga (auch „Splügen-Quarzit" oder „Pietra Smeralda") ist einer der klassischen alpinen Werksteine und gehört seit Jahrzehnten zu den meistverwendeten italienischen grünen Natursteinen in Deutschland und Mittel­europa – vor allem als Außenboden, Treppen­anlage, Fassadenstein und gehobener Werkstein für Architektur­projekte. Der DNSA (Deutsches Naturstein-Archiv) führt die Sortierung als „Very frequently used in Germany". Die Sortierung wurde traditionell auch im Schweizer Bündner Architektur­raum am Splügen-Pass für historische Werkstein-Anwendungen verbaut.

Im Bestand

Aktuelle Verfügbarkeit aus unserem Lager.

Technische Daten

Richtwerte für die Gesteinssorte aus Hersteller- und Prüfberichten. Naturstein ist ein Naturprodukt — einzelne Chargen und Platten können abweichen. Bei kritischen Anwendungen (z. B. kommerzielle Außenfassade, tragende Bauteile) wird die konkrete Charge üblicherweise projektbezogen geprüft — wir unterstützen gerne bei der Koordination.

Rohdichte 2.675 kg/m³
Druckfestigkeit 193,0 MPa
Biegezugfestigkeit 18,9 MPa
Wasseraufnahme 0,29 %
Säurebeständig Nein

Anwendungseignung

Besonders geeignet für

Oberflächen

Verde Spluga ist in verschiedenen Oberflächenbearbeitungen erhältlich. Die Wahl der Oberfläche beeinflusst Optik, Haptik und Pflegeaufwand.

Poliert

Stamm­oberfläche bei ROSSITTIS, am Lager direkt verfügbar – material­bedingt mit matt-seidigem Glanz statt Hochglanz. Trägt die ruhige alpine Werkstein-Anmutung optimal: das salbeigrüne Mineral­bild zeigt sich klar mit feinen Foliations­linien und silbrigen Glimmer-Schüppchen. Klassische Wahl für gehobene Wandverkleidungen, Bartheken und repräsentative Innenböden.

Satiniert

Satiniert (gehont) wirkt die Tafel etwas weicher und mit reduziertem Glanz, die alpine Werkstein-Anmutung gewinnt seidige Tiefe. Sehr empfehlenswert für Innenböden, Bad­ausbauten und Wandverkleidungen mit dezent-eleganter Wirkung.

Geschliffen

Geschliffen ist eine der stimmigsten Oberflächen für Verde Spluga. Die grüngraue Werkstein-Wirkung bleibt klar und architektonisch, Reflexionen treten zurück – ideal für moderne Boden­flächen mit reduziertem Glanzgrad und reduzierte Architektur­konzepte mit alltagspraktischer Wischbarkeit.

Geflammt

Geflammt zeigt eine raue, kraftvoll texturierte Oberfläche mit hoher Rutschhemmung und etwas hellerer Farbtonalität – klassische Außen­oberfläche für Außen­bodenbeläge, Pool-Umrandungen, Treppen und Bereiche mit Wasserkontakt.

Sandgestrahlt

Sandgestrahlt erzeugt eine gleichmäßig fein-raue Werkstein-Oberfläche mit moderater Rutschhemmung. Die ruhige salbeigrüne Tonalität bleibt erhalten, Reflexionen treten zurück – beliebte Wahl für Fassaden, Podeste, Pool­umrandungen und Außenanlagen mit Trittsicherheit.

Gebürstet

Gebürstet ergibt eine fein strukturierte Oberfläche mit weicher Haptik – die unterschiedliche Härte der Quarz- und Glimmer-Komponenten wird taktil spürbar. Beliebte Wahl für Treppen, Innenböden und robuste Wandverkleidungen mit alpiner Werkstein-Wirkung.

Gestockt

Gestockt zeigt eine markante taktile Oberfläche mit traditionell-handwerklichem Charakter. Die Foliations­struktur wird tief reliefiert, der Stein wirkt rustikal-massiv – klassische Bearbeitung für Werkstein-Bauteile, Sockel und Außenelemente in alpiner Architektur.

Antik

Die antik bearbeitete Variante (mehrstufig getrommelt) zeigt eine warm-naturstein­nahe, leicht patinierte Anmutung mit weichgestellten Kanten. Die alpine Foliations­struktur gewinnt einen historisch-eleganten Charakter – klassische Wahl für historische Renovierungen und mediterran-alpine Konzepte.

Pflege & Verarbeitung

Reinigung. Im Alltag genügen warmes Wasser, ein weiches Tuch oder ein sauberer Mopp und ein pH-neutraler Natursteinreiniger. Geeignet sind milde Allzweckreiniger ohne Säure­anteil und milder Spülmittelschaum. Verschüttete Flüssigkeiten zügig aufnehmen.

Nicht verwenden. Stark säure­haltige Reiniger (Entkalker, Sanitär­reiniger mit Säure­anteil, WC-Reiniger, Felgenreiniger) – einzelne Mineralbestandteile von Verde Spluga (insbesondere Chlorit und Calcit-Anteile in Stylolith-Linien) sind nicht dauerhaft säure­beständig und können bei Säure­einwirkung lokal angegriffen werden. Auch aggressive Scheuer­schwämme oder schleifende Pasten sind tabu, weil sie die Oberfläche matt scheuern können.

Imprägnierung. Empfohlen für alle Außen­anwendungen, Boden­anwendungen und Bereiche mit Wasser- oder Verschmutzungs­risiko. Eine Premium-Imprägnierung mit Stein­schutz auf Silan-/Siloxan-Basis schützt vor Wasser­aufnahme und Pigment-Eindringen, kann die Säure­empfindlichkeit der einzelnen Mineralbestandteile aber nicht aufheben. Die Imprägnierung sollte regelmäßig (alle 3 – 5 Jahre je nach Belastung) aufgefrischt werden.

Küche. Eingeschränkt empfohlen. Verde Spluga ist nicht vollständig säurefest – Wein, Essig, Zitrone und Tomatensaft können bei längerem Einwirken auf einzelne Mineralbestandteile (Chlorit, Calcit-Adern) lokale matte Stellen hinterlassen. Wer die alpine grüne Optik in der Küche wünscht, sollte konsequent abwischen und die geledert oder satinierte Variante mit Premium-Imprägnierung wählen. Für eine vollständig säure­feste Küchen­arbeitsplatte mit ähnlicher grüner Optik empfehlen wir den Wechsel zu einem echten Quarzit (Verde Bahia, Esmeralda) oder einer Sinterkeramik mit grüner Werkstein-Anmutung.

Boden und Treppe. Klassische und meistverbreitete Anwendung. Mit einer Druckfestigkeit von 193 MPa und einer Abriebgruppe von 2,39 cm³/50 cm² ist Verde Spluga im stabilsten Bereich der Hartstein-Familie und für stark beanspruchte Eingangsbereiche, Hotellobbys, Treppen­häuser und gewerbliche Boden­flächen statisch voll geeignet. Für Treppen mit Außen-Wasserkontakt sollte die geflammte oder gestockte Variante mit zertifizierter Rutschhemmung (R10/R11) gewählt werden.

Außen und Frost. Vollständig geeignet. Der Stein ist DNSA-bestätigt frostbeständig, UV-stabil und kann als hinterlüftete Fassadenplatte, Außen­wandverkleidung, Pool­umrandung, Außen­bodenbelag und Terrassenplatte eingesetzt werden – Verde Spluga gehört zu den am häufigsten in Deutschland verbauten italienischen Außen-Werksteinen mit jahrzehntelanger Erfolgs­bilanz.

Kratzer und Reparatur. Mit Mohs 6 – 7 ist Gneis sehr kratzfest. Tiefere Beschädigungen oder matte Stellen lassen sich auf der mattseidigen Oberfläche durch Nach­schliff mit Diamant­pasten örtlich aufarbeiten – diese Arbeit gehört in die Hand eines spezialisierten Stein­metz- oder Fugen­technik-Betriebs. Vereinzelte Glimmer­schichtungen können bei sehr starker mechanischer Belastung partiell abblättern – das ist material­inhärent und gehört zum Charakter dieses Gesteins.

Häufige Fragen

Was ist Verde Spluga für ein Material?

Petrographisch ein permischer Gneis – ein hochgradig metamorphes Silikat-Gestein, das durch Druck und Hitze während der alpidischen Gebirgs­bildung umkristallisiert wurde. Der Mineralbestand umfasst Quarz, Plagioklas, Muskovit und Chlorit (das grüne Magnesium-Eisen-Silikat als Farb­träger). Die Lagerstätte liegt im Steinbruch­gebiet Isolato/Madesimo am Splügen-Pass (Provinz Sondrio, Lombardei, Italien). Im internationalen Stein­handel wird Verde Spluga teilweise als „Splügen-Quarzit" oder „Pietra Smeralda" geführt – das ist eine kommerzielle Klassifikation; petrographisch korrekt ist die Bezeichnung als Gneis.

Was bedeuten die Bezeichnungen „Splügen-Quarzit" und „Pietra Smeralda"?

„Splügen-Quarzit" ist die deutschsprachige Handels­bezeichnung mit Verweis auf den Splügen-Pass als Förder­gebiet – „Quarzit" wird hier kommerziell verwendet, weil das Gestein quarzdominiert ist und das Hartstein-Verhalten eines Quarzits zeigt. „Pietra Smeralda" ist Italienisch für „Smaragd-Stein" und verweist auf die charakteristische salbei- bis smaragdgrüne Färbung.

Welche Optik hat Verde Spluga genau?

Ein ruhiges Salbei-Grün bis silbriges Smaragd-Grün als Grundton, durchzogen von feinen wellig-foliaten Schicht­linien (typische gneisische Foliation) und durchsetzt mit silbrig glänzenden Muskovit-Schüppchen und feinen grünlichen Chlorit-Aufhellungen. Aus mittlerer Distanz wirkt die Fläche als ruhig-grünes Werkstein-Bild mit alpiner Wirkung; aus der Nähe entdeckt man die feine kristalline Mineral­struktur.

Welche technischen Werte hat Verde Spluga?

DNSA-Werte (#3751): Rohdichte 2.675 kg/m³, Druckfestigkeit 193 MPa, Biegefestigkeit 18,5 – 19,3 MPa, Wasseraufnahme 0,29 %, Abriebgruppe 2,39 cm³/50 cm², Mohs-Härte etwa 6 – 7. Damit liegt der Stein im stabilsten Bereich der Hartstein-Familie. Frost­beständig (DNSA bestätigt), UV-stabil, hitze­beständig.

Ist Verde Spluga für die Küche geeignet?

Eingeschränkt. Verde Spluga ist nicht vollständig säurefest – einzelne Mineralbestandteile (Chlorit und Calcit-Anteile in Stylolith-Linien) sind nicht dauerhaft säure­beständig. Wein, Essig, Zitrone und Tomatensaft können bei längerem Einwirken lokale matte Stellen hinterlassen. Wer die alpine grüne Optik in der Küche wünscht, sollte konsequent abwischen und die satinierte oder geledert bearbeitete Variante mit Premium-Imprägnierung wählen. Für eine vollständig säure­feste Küchen­arbeitsplatte empfehlen wir den Wechsel zu einem echten Quarzit oder einer Sinterkeramik.

Ist Verde Spluga für Außen­flächen, Fassaden und Pool­umrandungen geeignet?

Ja, vollständig – das ist die klassische Domäne dieser Sortierung. Verde Spluga ist DNSA-bestätigt frost­beständig, UV-stabil und kann als hinterlüftete Fassadenplatte, Außen­wandverkleidung, Pool­umrandung, Außen­bodenbelag, Terrassenplatte und Treppe eingesetzt werden. Der Stein gehört zu den am häufigsten in Deutschland verbauten italienischen Außen-Werksteinen mit jahrzehntelanger Erfolgs­bilanz.

Welche Reiniger darf ich verwenden?

Erlaubt sind warmes Wasser, alle pH-neutralen Stein- und Allzweck­reiniger und milder Spülmittel­schaum. Tabu sind säure­haltige Reiniger – Entkalker, Anti-Kalk-Sprays mit Säure­anteil, WC-Reiniger, Felgenreiniger. Auch aggressive Scheuer­schwämme können die Oberfläche matt scheuern und sind zu vermeiden.

Verde Spluga oder echter grüner Marmor wie Verde Alpi?

Verde Spluga (Gneis) ist deutlich härter, außen­fester und kratzfester als echte grüne Marmore – die rationale Wahl für Außen­anwendungen, Boden­flächen und stark beanspruchte Werkstein-Anwendungen. Verde Alpi (italienischer Marmor aus dem Aosta-Tal) wirkt mit dramatischerer schwarz-weiß-grüner Aderung klassisch-traditioneller, ist aber säure­empfindlich (Marmor-Calcit) und benötigt mehr Pflege. Die Wahl ist eine zwischen rationaler alpiner Werkstein-Belastbarkeit (Verde Spluga) und dramatischer Marmor-Aderung mit höherem Pflege­aufwand (Verde Alpi).

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