Gneis gehört zu den ältesten Gesteinen der Erde und beeindruckt durch seine markante Bänderung. Als metamorphes Gestein entsteht er unter extremem Druck und hohen Temperaturen, wobei sich die Minerale in parallelen Lagen anordnen und charakteristische Streifen bilden.
Die Farben reichen von silbrigem Grau über warme Brauntöne bis zu kontrastreichem Schwarz-Weiß. Die Textur kann fein bis grob gebändert sein und verleiht jeder Fläche eine natürliche Dynamik. Wichtige Abbaugebiete befinden sich in Brasilien, Indien, Skandinavien und den Alpen.
Gneis ist hart, frostbeständig und widerstandsfähig — ideal für Fassaden, Bodenbeläge und Außenanlagen.
92 Platten
Panna Fragola
93 Platten
Cosmic Black
81 Platten
New Kashmir White BRASIL
69 Platten
Juparana Classico Rio
65 Platten
Andeer
53 Platten
Rosso Vanga
52 Platten
Kashmir Gold Chiaro
50 Platten
Samantha Orissa Blue
43 Platten
Sapphire Brown
41 Platten
Teak Brown
31 Platten
Verde Spluga
28 Platten
Verde Bamboo
Gneis steht zwischen Granit und Marmor: Er bietet die Härte und Säurebeständigkeit von Granit, aber mit einer fließenden, marmorartigen Zeichnung. Gegenüber echtem Marmor ist Gneis deutlich widerstandsfähiger, allerdings ohne die Transluzenz hochwertiger Marmore. Gegenüber Granit bietet Gneis mehr Bewegung und Individualität im Steinbild.
Küchenarbeitsplatten sind das Haupteinsatzgebiet für Gneis. Die Kombination aus Härte, Säurebeständigkeit und lebhafter Zeichnung macht Gneis zur perfekten Wahl für alle, die Granitfestigkeit mit marmorartiger Ästhetik suchen. Jede Platte ist ein Unikat.
Bodenbeläge profitieren von der hohen Abriebfestigkeit. Besonders geschliffene und gebürstete Gneise wie Pietra di Luserna sind in Norditalien seit Jahrhunderten der klassische Bodenbelag.
Fassadenverkleidungen nutzen die Witterungsbeständigkeit und die spektakuläre Optik von Gneis. Die fließende Bänderung erzeugt an großen Fassadenflächen beeindruckende Effekte.
Waschtische und Bäder sind ein natürliches Einsatzgebiet – die Säurebeständigkeit und geringe Wasseraufnahme machen Gneis pflegeleichter als Marmor.
Außenanlagen – Terrassen, Treppen und Poolumrandungen profitieren von der Frostbeständigkeit und der rutschsicheren Oberfläche geflammter oder gebürsteter Gneise.
Projekte, in denen Gneis erfolgreich eingesetzt wurde.
Gneis ist ein metamorphes Gestein, das durch die Umwandlung älterer Gesteine unter hohem Druck und hoher Temperatur in der Erdkruste entsteht. Ausgangsmaterial können sowohl magmatische Gesteine (Orthogneis – aus Granit) als auch sedimentäre Gesteine (Paragneis – aus Sandstein oder Ton) sein. Die Metamorphose findet in Tiefen von 10 bis 30 Kilometern bei Temperaturen von 600 bis 800 °C statt und dauert Millionen von Jahren.
Das Ergebnis ist ein mittel- bis grobkörniges Gestein mit der charakteristischen Gneis-Textur: abwechselnde helle (Feldspat, Quarz) und dunkle (Biotit, Hornblende) Mineralbänder, die in fließenden, geschwungenen Linien verlaufen. Diese Bänderung unterscheidet Gneis optisch deutlich von Granit, der ein gleichmäßig körniges Gefüge aufweist. Mineralogisch sind beide eng verwandt – Gneis enthält dieselben Hauptminerale Feldspat, Quarz und Glimmer, jedoch in einer gerichteten Anordnung.
Im Natursteinhandel werden viele Gneise unter der Handelsbezeichnung „Granit“ verkauft, da ihre technischen Eigenschaften vergleichbar sind. Petrographisch korrekt sind diese Steine jedoch Gneise – bei ROSSITTIS kennzeichnen wir die tatsächliche Gesteinsart auf jeder Materialseite.
Die bedeutendsten Gneisvorkommen befinden sich in Brasilien (Bundesstaaten Espírito Santo, Minas Gerais und Bahia), Indien (Karnataka, Tamil Nadu), Skandinavien (Norwegen, Schweden), Südafrika und Italien (Val d’Ossola, Piemont). Brasilianische Gneise dominieren den internationalen Markt und bieten die größte Farb- und Mustervielfalt – von dramatischen Bewegungsmustern bis zu sanften Farbverläufen.
Typische Wertebereiche für Gneis. Einzelne Sorten können abweichen.
Gneis bietet technische Eigenschaften, die denen von Granit nahezu ebenbürtig sind. Die Mohshärte liegt bei 6 bis 7, die Druckfestigkeit erreicht 100 bis 250 MPa. Die gerichtete Mineralanordnung (Foliation) kann allerdings eine richtungsabhängige Festigkeit verursachen – senkrecht zur Bänderung ist Gneis tendenziell etwas weniger belastbar. Für die Praxis bedeutet das: Gneis eignet sich hervorragend für Arbeitsplatten, Böden und Fassaden – die Plattenorientierung sollte bei statisch beanspruchten Anwendungen berücksichtigt werden.
Gneis bietet eine der spektakulärsten Farbpaletten unter den Natursteinen. Die fließende Bänderung erzeugt Zeichnungen, die an abstrakte Gemälde erinnern.
Weiße und helle Gneise wie Bianco Lasa Gneis, Monte Bianco und Piracema White zeigen elegante, marmor-ähnliche Oberflächen mit grauer oder silberner Bänderung. Sie sind die natürliche Alternative zu Marmor – mit deutlich besserer Säurebeständigkeit.
Graue Gneise wie Pietra di Luserna, Silver Wave und Samara Grey sind zeitlose Klassiker mit zurückhaltender, aber lebhafter Textur.
Braune und beige Gneise wie Juparanà, Tropical Forest und Indian Autumn bieten warme Erdtöne mit dynamischen Bewegungsmustern. Besonders brasilianische Juparanà-Varianten sind seit Jahrzehnten beliebt.
Blaue und grüne Gneise wie Azul Imperial, Verde Tropical und Blue Emerald gehören zu den exklusivsten Natursteinen überhaupt. Ihre intensiven Farben entstehen durch Sodalith-, Amazonit- oder Chlorit-Einschlüsse.
Schwarze und dunkle Gneise wie Magma Black, Cosmic Black und Matrix setzen mit kontraststarker Zeichnung dramatische Akzente.
Gneis ist ebenso pflegeleicht wie Granit, da beide aus denselben Hauptmineralen bestehen.
Imprägnierung: Eine Imprägnierung nach der Verlegung schützt vor Fleckenbildung, besonders bei hellen Sorten. Auffrischung alle 1–2 Jahre.
Tägliche Reinigung: Feuchtes Tuch oder Mikrofasertuch mit pH-neutralem Natursteinreiniger. Gneis ist säurebeständig, aber saure Reiniger können die Imprägnierung angreifen.
Oberflächen: Polierte Oberflächen betonen die Farben und die Bänderung am stärksten. Satinierte und gebürstete Oberflächen sind pflegeleichter, da Mikrokratzer weniger sichtbar sind.
Vermeiden: Scheuermilch auf polierten Flächen. Hochdruckreiniger im Außenbereich nur bei robusten Oberflächen.
Gneis ist ein metamorphes Gestein, das durch die Umwandlung älterer Gesteine unter hohem Druck und hoher Temperatur entsteht. Er besteht aus Feldspat, Quarz und Glimmer – wie Granit – zeigt aber eine charakteristische fließende Bänderung. Im Handel wird Gneis häufig als „Granit“ verkauft.
Gneis und Granit bestehen aus denselben Mineralen (Feldspat, Quarz, Glimmer) und haben ähnliche technische Werte. Der Unterschied liegt in der Struktur: Granit ist gleichmäßig körnig, Gneis zeigt eine gerichtete Bänderung mit fließenden Hell-Dunkel-Streifen. Gneis ist metamorph entstanden, Granit magmatisch.
Ja, Gneis eignet sich hervorragend für Küchenarbeitsplatten. Er ist säurebeständig, kratzfest (Mohs 6–7), hitzebeständig und bietet eine lebhaftere Zeichnung als Granit. Mit einer Imprägnierung ist Gneis optimal für den täglichen Kücheninsatz geschützt.
Ja, Gneis ist überwiegend säurebeständig. Die Hauptminerale Feldspat und Quarz reagieren nicht auf Säuren. Einige Gneise enthalten jedoch geringe Anteile an Calcit oder Biotit, die bei Säurekontakt reagieren können – wir informieren Sie über die Eigenschaften jeder einzelnen Sorte.
Gneis ist ebenso pflegeleicht wie Granit. Reinigen Sie mit einem feuchten Tuch und pH-neutralem Natursteinreiniger. Eine Imprägnierung nach der Verlegung und Auffrischung alle 1–2 Jahre bieten optimalen Schutz. Vermeiden Sie Scheuermilch auf polierten Oberflächen.
Die bedeutendsten Gneisvorkommen liegen in Brasilien (Espírito Santo, Minas Gerais), Indien, Skandinavien, Südafrika und Norditalien. Brasilianische Gneise wie Juparanà, Tropical Forest und Azul Imperial dominieren den internationalen Markt mit ihrer außergewöhnlichen Farbvielfalt.