Kalkstein aus Ägypten

Im Sortiment unter Marmor geführt.

Cleopatra Creme

Cleopatra Creme ist ein warm cremig-elfenbeinfarbener ägyptischer Kalkstein aus den Steinbruchgebieten am Djebel Katharina (Mount Catherine) im Sinai – im internationalen Stein­handel als „ägyptischer Marmor" geführt. Die Tafel zeigt einen weichen warmen Beige-Creme-Grundton mit subtilen feinen Mineral­einschlüssen und sehr ruhigen leicht beigefarbenen Stylolith-Linien. Bei ROSSITTIS verarbeiten wir Cleopatra Creme zu klassischen Innenböden, Treppen, Wandverkleidungen, Fensterbänken, Bad­ausbauten und mediterran-eleganten Akzent­elementen mit warmer ägyptisch-mediterraner Naturstein-Anmutung.

Petrographisch ein tertiärer Plattform­kalkstein aus dem Steinbruch­gebiet am Djebel Katharina (Mount Catherine) im südlichen Sinai-Gebirge, Ägypten – kein metamorpher Marmor im engeren geologischen Sinn. Die Sortierung wird im internationalen Stein­handel als „ägyptischer Marmor" geführt. Mineralogisch dominiert Calcit – damit voll säure­empfindlich, polierbar, mit feiner sediment­ärer Strukturierung. Aus demselben Steinbruch­gebiet stammt auch die gelbliche Schwester­sortierung „Giallo Cleopatra" / „Giallo Sinai".

Kalkstein Ägypten
Verfügbar als: Platten, Fliesen und Boden

Andere Handelsnamen: Alexandrian Cream, Beige Tebe, Cleopatra Beige, Cleopatra Cream, Cleopatra Creme Limestone, Cleopatra Creme Marble, Crema Classico, Dune Cream, Giallo Cleopatra, Giallo Mediterraneo, Giallo Sinai, Golden Cream, White Cream

Über Cleopatra Creme

Hintergrund. Cleopatra Creme (auch „Cleopatra Beige", „Dune Cream", „White Cream" oder „Cleopatra Creme Limestone") ist einer der etabliertesten ägyptischen Werksteine und gehört zur klassischen Familie der hellen Sinai-Plattform­kalksteine. Die Sortierung wird seit Jahrzehnten in der mediterran-orientalischen Architektur eingesetzt – für Bodenbeläge, Wandverkleidungen, Säulen, Bartheken, Brunnen­einfassungen und Fassaden­elemente in klassischen Hotels, Wohnpalästen und Repräsentationsbauten in Ägypten, der Levante, am Persischen Golf und zunehmend auch in Europa.

Im Bestand

Aktuelle Verfügbarkeit aus unserem Lager.

Oberflächen

Cleopatra Creme ist in verschiedenen Oberflächenbearbeitungen erhältlich. Die Wahl der Oberfläche beeinflusst Optik, Haptik und Pflegeaufwand.

Satiniert

Die satinierte (gehont) Variante ist die Stamm­oberfläche bei ROSSITTIS und am Lager direkt verfügbar. Mit weichem Seidenmatt-Glanz trägt sie die ruhige cremige Komposition optimal – die feinen sediment­ären Strukturen wirken weich, Säure-Ätzspuren bleiben weniger sichtbar als auf der polierten Variante. Sehr empfehlenswert für stark beanspruchte Innenböden, Treppen­häuser und Bad­ausbauten.

Geschliffen

Geschliffen wirkt die Tafel matter und ruhiger – ideal für moderne Architektur, Boden­flächen mit reduziertem Glanzgrad und Anwendungen in stark beanspruchten Eingangsbereichen.

Poliert

Poliert entwickelt der Stein die größte Tiefen­wirkung mit Hochglanz – die warme cremige Grundfarbe wird heller und formaler. Klassische Wahl für repräsentative Innenböden, Wandverkleidungen und Bad­ausbauten in geschützten Innenräumen.

Antik

Die antik bearbeitete Variante (mehrstufig getrommelt und säure-leicht angeraut) zeigt eine warm-mediterrane, leicht patinierte Anmutung – klassische Wahl für historische Wohnräume, mediterran-rustikale Architektur­konzepte und Renovierungen in Altbauten.

Geflammt

Geflammt zeigt eine raue, kraftvoll texturierte Oberfläche mit hoher Rutschhemmung – klassische Außen­oberfläche für Außen­bodenbeläge, Treppen und Bereiche mit Wasserkontakt. Auf Calcit-Gesteinen verändert die Hitzebehandlung die Farbe leicht in Richtung warmer Honig-Töne.

Sandgestrahlt

Sandgestrahlt erzeugt eine fein-raue, samtig wirkende Oberfläche mit moderater Rutschhemmung und reduzierter Spiegelung.

Gebürstet

Gebürstet ergibt eine fein strukturierte Oberfläche mit weicher Haptik und gedämpftem Glanz – beliebte Wahl für moderne Bad­ausbauten und Wandverkleidungen.

Getrommelt

Getrommelt rundet Ecken und Kanten leicht ab und ergibt eine antik-weichwirkende Oberfläche – beliebt für Pflaster, Stufen­vorderkanten und gestaltete Außenflächen.

Pflege & Verarbeitung

Reinigung. Im Alltag genügen warmes Wasser, ein weiches Tuch oder ein sauberer Mopp und ein pH-neutraler Natursteinreiniger. Geeignet sind milde Allzweckreiniger ohne Säure­anteil und milder Spülmittelschaum. Verschüttete Flüssigkeiten zügig aufnehmen – das Material ist säure­empfindlich, jeder Tropfen Essig, Wein, Zitrone, Tomate oder Cola kann auf der polierten Fläche eine Ätz­spur hinterlassen.

Nicht verwenden. Säure­haltige Reiniger jeder Art – Entkalker (Essig, Zitronen­säure, Ameisensäure), Sanitär­reiniger mit Säure­anteil, WC-Reiniger, Felgenreiniger, Backofen-Sprays. Auch verdünnte Säuren ätzen Calcit-Gesteine sofort an und hinterlassen matte Stellen, die nur durch professionelles Nach­polieren behoben werden können. Aggressive Scheuer­schwämme oder schleifende Pasten sind ebenfalls tabu.

Imprägnierung. Empfohlen für alle Anwendungen mit Wasserkontakt oder Verschmutzungsrisiko – Bad, Küche, Eingangsbereich, Außenflächen. Eine Imprägnierung mit Stein­schutz auf Silan-/Siloxan-Basis schützt vor Fett-, Öl- und Wasser­flecken und reduziert die Sichtbarkeit von Laufspuren auf hellen Böden, kann die Säure­empfindlichkeit aber nicht aufheben. Die Imprägnierung sollte regelmäßig (alle 2 – 5 Jahre je nach Belastung) aufgefrischt werden.

Küche und Bad. Im Bad einsatzbar als Wand- und Boden­fliese, Waschtisch und Dusche – mit fachgerechter Abdichtung und Imprägnierung. Achtung: Anti-Kalk-Sprays und Bad­reiniger mit Säure­anteil unbedingt vermeiden, weil sie die Calcit-Oberfläche sofort matt ätzen. In der Küche als Arbeitsplatte nur eingeschränkt empfehlenswert – Wein, Essig, Zitrone und Tomatensaft hinterlassen auf polierten Flächen sofort sichtbare Ätz­spuren. Wer die warm-cremige Optik in der Küche wünscht, sollte die satinierte (gehont) oder geledert bearbeitete Variante mit Premium-Imprägnierung wählen, weil die Ätz­spuren dann optisch deutlich weniger sichtbar bleiben.

Boden und Treppe. Klassische Anwendung. Auf hellen Böden ist eine konsequente regelmäßige Reinigung wichtig, weil Lauf­spuren, getrocknete Wasser­tropfen und kleine Verschmutzungen sichtbarer sind als auf dunklen Sortierungen. Für stark beanspruchte Eingangsbereiche und gewerbliche Boden­flächen empfehlen wir die satinierte Variante mit Premium-Imprägnierung. Für Treppen mit Außen-Wasserkontakt sollte die geflammte oder gestockte Variante mit zertifizierter Rutschhemmung gewählt werden.

Außen. Eingeschränkt geeignet. Mit gehont/satinierter, geflammter oder gestockter Oberfläche und sorgfältiger Verlegung mit guter Entwässerung kann Cleopatra Creme auch außen eingesetzt werden – wir empfehlen aber die Anwendung unter Vordach oder Loggia. Eine polierte Außen­anwendung verliert in mitteleuropäischem Klima durch Niederschlag und Frost-Tau-Wechsel binnen weniger Jahre ihren Glanz. Frost­beständigkeit ist materialcharge­abhängig und sollte bei direkter Witterungsexposition mit Probe-Verlegung im Erst­winter verifiziert werden.

Kratzer und Reparatur. Bei matten Stellen, Ätz­spuren oder leichten Kratzern auf der polierten Fläche kann ein spezialisierter Stein­metz- oder Fugen­technik-Betrieb die Tafel mit Diamant­pasten örtlich nachpolieren. Tiefere mechanische Beschädigungen lassen sich teilweise mit eingefärbten Calcit-basierten Reparatur­mörteln kaschieren. Im Zweifel empfehlen wir einen Vor­ort-Termin mit unserem Stein­technik-Service.

Häufige Fragen

Was ist Cleopatra Creme für ein Material?

Petrographisch ein tertiärer Plattform­kalkstein – ein sediment­äres Karbonat­gestein aus einem warmen tropischen Schelfmeer. Die Lagerstätte befindet sich am Djebel Katharina (Mount Catherine) im südlichen Sinai-Gebirge, Ägypten. Im internationalen Stein­handel wird Cleopatra Creme als „ägyptischer Marmor" geführt – das ist eine kommerzielle Klassifikation für alle polier­fähigen Karbonat­gesteine, kein geologischer Marmor-Begriff.

Was bedeutet die Bezeichnung „Cleopatra"?

„Cleopatra" ist ein internationaler Handels­name für die Sortierung aus dem Steinbruch­gebiet am Djebel Katharina im Sinai – benannt nach der berühmten ägyptischen Königin. Die Sortierung wird auch als „Cleopatra Beige", „Dune Cream", „White Cream" oder „Cleopatra Creme Limestone" verkauft. Aus demselben Steinbruch­gebiet stammt auch die gelbliche Schwester­sortierung „Giallo Cleopatra" / „Giallo Sinai".

Wie unterscheidet sich Cleopatra Creme von Crema Marfil oder Perlato Sicilia?

Cleopatra Creme ist heller, gleichmäßiger und sonniger – mit deutlich ruhigerer Zeichnung und weniger sichtbaren Adern als Crema Marfil und ohne den kraftvollen fossilen Inhalt von Perlato Sicilia. Stilistisch ist die Sortierung damit die ruhigste, planbarste Wahl unter den hellen mediterran-orientalischen Beige-Kalksteinen – ideal für großflächige Boden­anwendungen mit minimaler Material­variation.

Welche technischen Werte hat Cleopatra Creme?

Typische Werte für vergleichbare ägyptische Sinai-Plattform­kalksteine: Rohdichte 2.500 – 2.650 kg/m³, Druckfestigkeit 90 – 130 MPa, Biegefestigkeit 8 – 14 MPa, Wasseraufnahme 0,3 – 0,7 %, Mohs-Härte etwa 3 (Calcit). Damit liegt die Sortierung im mittleren Bereich der Plattform­kalksteine – statisch belastbar für Boden- und Wand­anwendungen. Säure­empfindlich (calcitisch). Frostbeständigkeit ist materialcharge­abhängig.

Ist Cleopatra Creme für Küchen­arbeitsplatten geeignet?

Eingeschränkt. Wein, Essig, Zitrone, Tomatensaft und Cola hinterlassen auf polierten Flächen sofort sichtbare Ätz­spuren. Wer die warm-cremige Optik in der Küche wünscht, sollte die satinierte (gehont) oder geledert bearbeitete Variante mit Premium-Imprägnierung wählen – die Ätz­spuren bleiben dann optisch deutlich weniger sichtbar. Für eine säure­feste Küchen­arbeitsplatte mit ähnlicher Optik empfehlen wir den Wechsel zu einem Quarzit oder einer Sinterkeramik mit cremig-warmer Anmutung.

Ist Cleopatra Creme für Außen­flächen geeignet?

Eingeschränkt. Mit gehont/satinierter, geflammter oder gestockter Oberfläche und sorgfältiger Verlegung mit guter Entwässerung kann Cleopatra Creme außen eingesetzt werden – wir empfehlen aber die Anwendung unter Vordach oder Loggia. Eine polierte Außen­anwendung verliert in mitteleuropäischem Klima durch Niederschlag und Frost-Tau-Wechsel binnen weniger Jahre ihren Glanz. Frost­beständigkeit ist materialcharge­abhängig und sollte mit Probe-Verlegung verifiziert werden.

Welche Reiniger darf ich verwenden?

Erlaubt sind warmes Wasser, alle pH-neutralen Stein- und Allzweck­reiniger und milder Spülmittel­schaum. Tabu sind alle säure­haltigen Reiniger – Entkalker, Anti-Kalk-Sprays mit Säure­anteil, WC-Reiniger, Felgenreiniger, Backofen-Sprays. Auch verdünnter Essig oder Zitronen­saft hinterlässt sofort matte Ätz­stellen, die nur durch professionelles Nach­polieren behoben werden können.

Cleopatra Creme oder Jura Beige?

Cleopatra Creme (ägyptischer Sinai-Plattform­kalkstein) wirkt sonniger, ruhiger und mediterraner mit gleichmäßiger Tonwert-Verteilung. Jura Beige (süddeutscher Plattenkalk) ist nüchterner mit fossil-betontem Erscheinungsbild, sichtbareren Schalen­strukturen und einem etwas kühleren Beige-Ton. Beide sind säure­empfindliche Calcit-Gesteine mit identischem Pflege­profil – die Wahl ist eine Stilentscheidung zwischen warmer mediterran-eleganter Wirkung (Cleopatra Creme) und sediment­är-fossil-betonter Wirkung (Jura).

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